Erstellt am 20. Januar 2016, 05:58

von Christopher Eckl

„Das tut extrem weh“. Während seine Kollegen bei den Australian Open zum Schläger greifen, spielt sich der Alltag von Andreas Haider-Maurer zwischen Therapie und Krafttraining ab

Innsbruck statt Melbourne heißt es diese Woche für Andreas Haider-Maurer. Anstatt bei den Australian Open anzutreten, muss der Gerungser weiterhin seine verletzte Sehnenplatte am rechten Fuß pflegen. „Das tut extrem weh“, sagt der 28-jährige im NÖN-Gespräch und meint damit weniger die Schmerzen am Bein, denn die halten sich in Grenzen. Viel schlimmer ist für den 66. der aktuellen Weltrangliste, dass er zum Zuschauen verdammt ist, während der Rest der Weltelite kräftig Matchpraxis und Punkte sammelt. „Wenn man sieht, dass die Saison losgeht, man selber aber nicht eingreifen kann, ist das ganz schwer.“

Sein persönlicher Saisonauftakt liegt derzeit auf Eis. „Vor fünf Wochen hat es schon besser ausgesehen. Es ist momentan überhaupt nicht absehbar, wann es losgehen kann.“ Physiotherapie, Krafttraining, Ausdauereinheiten am Ergometer und Ausruhen auf der Coach – so sieht der Tagesablauf von AHM derzeit aus. Das Racket verstaubt währenddessen. Klassisches Tennistraining ist nicht drinnen, weil der Waldviertler die Ferse nicht übermäßig belasten darf. „Mittlerweile wäre ich schon wieder ziemlich heiß aufs Tennis.

Derzeit soll ich mich zwar auskurieren, aber das Herumliegen taugt mir überhaupt nicht.“ Zur Ablenkung wird der Wahl-Innsbrucker in den nächsten 14 Tagen die eine oder andere Nachtschicht vorm TV-Gerät einlegen. „Ich werde mir viel von den Australian Open anschauen. Das ist sehr interessant, weil ich ja im Grunde alle Spieler gut kenne.“ In drei Wochen soll die Zeit des Rastens vorüber sein, dann will Haider-Maurer mit dem Aufbautraining beginnen. „Das dauert sicher vier bis fünf Wochen, damit ich konkurrenzfähig bin.“

„Weiß, dass ich zurückfallen werde“

Im Hinterkopf hat er dabei die tollen Ergebnisse vom Jänner und Februar des Vorjahres. Die in diesem Zeitraum eroberten Weltranglistenpunkte fallen nun aus der Wertung. „Ich weiß, dass ich zurückfallen werde. Das ist aber zweitranig. Im April möchte ich topfit sein, wenn die Turniere in Europa beginnen. Wenn mir das gelingt, glaube ich, dass ich in der Rangliste bald wieder dort bin, wo ich jetzt stehe.“