Zwettl

Erstellt am 27. Juli 2016, 05:58

von Christopher Eckl

Haider-Maurer: „Bin sehr zuversichtlich“. Nach einer rund neunmonatigen Leidenszeit ließ sich Andreas Haider-Maurer an der verletzten Ferse operieren. Der Comeback-Plan steht: Anfang 2017 soll‘s losgehen.

Schon kurz nach der Operation an der Ferse zeigte sich Andreas Haider-Maurer optimistisch. Er will 2017 wieder angreifen.    |  noen, privat

Vor ziemlich genau einem Jahr stand Andreas Haider-Maurer noch selbst am Center Court von Kitzbühel und trat im Achtelfinale gegen Dominic Thiem an. Zwölf Monate später verfolgte er das Turnier in der Gamsstadt im Krankenhaus Linz vor dem Fernseher, kurierte nebenbei die Nachwirkungen seiner Fersen-Operation aus.

Eine OP? Genau. Denn obwohl AHM einen chirurgischen Eingriff an der beleidigten Sehnenplatte des rechten Fußes bisher kategorisch ausschloss, legte er sich nun doch unters Messer. „Auf den letzten MR-Bildern hat sich im Vergleich zum Beginn des Jahres einfach nichts geändert. Auch von den Schmerzen her nicht“, nennt der Gerungser einen Grund für den Sinneswandel. Den letzten Anstoß in Richtung OP gab ein Besuch bei Dr. Ernst Orthner in dessen Ordination in Wels. Der sei ein absoluter Fußspezialist und habe gemeint, dass alles andere als eine Operation nur eine weitere, unnötige Verzögerung mit sich bringen würde.

Nach zwei Wochen Überlegungszeit entschloss sich die ehemalige Nummer 47 der ATP-Weltrangliste zum Eingriff. Den führte Dr. Orthner am vergangenen Mittwoch in der „Klinik Diakonissen“ in Linz durch. Etwa eineinhalb Stunden dauerte die Operation, die ohne Probleme verlief. Am Samstag durfte Haider-Maurer die Klinik verlassen – mit einer positiven Einstellung im Gepäck. „Ich bin sehr zuversichtlich, dass alles gut verheilt.“

Stadthallen-Teilnahme völlig unrealistisch

Wie sieht nun der Zeitplan bis zum Comeback aus? „Zwei Wochen lang muss ich fix den Gips tragen. Einen Monat nach der OP darf ich den Fuß wieder belasten“, weiß der 29-jährige. Wettkampftennis sei laut ärztlicher Einschätzung grundsätzlich in rund vier Monaten wieder möglich. Das planmäßige Comeback bei den Erste Bank Open in der Wiener Stadthalle (ab 22. Oktober) ist daher als absolut unrealistisch einzustufen. „Ich werde 2017 erst einsteigen, will mir da selber auch Zeit geben. Ob es jetzt zwei Wochen früher oder später wieder geht, ist nicht so wichtig.“