Erstellt am 31. März 2016, 06:24

von Christopher Eckl

Tirol gefordert wie noch nie zuvor. Die Union verlangte dem Titelverteidiger in drei Matches alles ab – Manager Hahn: "Unsere beste Halbfinal-Serie".

Knapp dran. Meister Tirol (li. Douglas Duarte da Silva) musste gegen die Union Waldviertel (am Block: Tibor Filo, re. Toni Menner) ganz schön hoch steigen, um den 16. Finaleinzug in Serie zu fixieren. Für die URW sprang als Trost ein Satzgewinn heraus. Nun wartet im Spiel um Platz drei der Dauerrivale aus Amstetten.  |  NOEN, Atteneder Franz
WALDVIERTEL - TIROL 1:3. Für die Union Waldviertel wurde die Karwoche zur Tirol-Woche. Schon am Dienstag reiste man nach Innsbruck, verlor dort ohne den an Grippe erkrankten Libero Nik Maurer mit 0:3.
Am Karfreitag war Maurer wieder fit. Erneut nicht mit von der Partie war hingegen Mittelblocker Petr Calabek, der wieder mit Knieproblemen zu kämpfen hat. Auch ohne den Routinier stand der Waldviertler-Block aber wie eine Eins. Wie schon beim Heim-Duell im Grunddurchgang überragte die Union den Titelverteidiger nach Blockpunkten (9:6). „Es hat auch noch jede Menge Blocks gegeben, die man nicht in der Statistik sieht. Solche, die passiv den Ball verteidigen. Da waren wir klar besser als der Gegner“, erklärte URW-Kapitän Michal Peciakowski. Besonders toll funktioniert hat dies in Satz zwei. Da behielten die Heimischen in der Verlängerung mit 27:25 die Oberhand und bescherten den Innsbruckern damit den insgesamt erst sechsten Satzverlust in der laufenden AVL-Saison. Zur zweiten technischen Auszeit war das Waldviertel-Sextett auch in den Abschnitten drei und vier voll dabei. Peciakowski: „Dann haben wir aber kleine Fehler gemacht und Tirol hat einen Gang nach oben geschaltet.“

TIROL - WALDVIERTEL 3:0. Nur zwei Tage nach der Heimniederlage knüpften die Waldviertler an die starke Leistung in Zwettl an. Mit einer 16:15-Führung ging die Smejkal-Truppe in die erste technische Auszeit. Dann verschärfte der Titelverteidiger die Gangart, holte sich Satz eins mit 25:22. Nach 16 Zählern in Abschnitt zwei holten die Waldviertler im dritten Durchgang noch einmal alles raus, führten mit 9:6. Die Tiroler schlugen zurück, gingen bei 11:10 in Front und ließen sich das 16. AVL-Finalticket in Serie nicht nehmen. Bei der URW regierte trotz dreier Niederlagen der Stolz auf das Geleistete. „Das war die beste Halbfinalserie, die wir je gespielt haben“, zog Manager Werner Hahn Bilanz. „Wir haben in allen drei Spielen gut mitgehalten. Gewonnen hat die Mannschaft mit mehr Qualität.“