Zwettl

Erstellt am 20. Juli 2016, 05:00

von Christopher Eckl

Silber für Frühwirth. Triathlon | Der Kirchberger holte bei den Staatsmeisterschaften auf der Kurzdistanz am Trumer See Rang zwei in der Altersklasse.

Im Regen zu Silber. Schwierige Verhältnisse konnten Alexander Frühwirth bei den Kurzdistanz-Staatsmeisterschaften am Trumer See nicht stoppen. Der Kirchberger holte sich Platz zwei in seiner Altersklasse.  |  noen, Friedrich Schiller

Der Medaillenschatz des Alexander Frühwirth wird immer größer und größer. Am vergangenen Sonntag kam ein weiteres wertvolles, rundes Ding hinzu – nämlich Staatsmeisterschafts-Silber auf der Kurzdistanz in der Altersklasse M45.

Insgesamt belegte der „Iron Alex“ am Trumer See in der Nähe von Salzburg den 13. Rang. Damit war der Ausdauer-Routinier auch zufrieden. Nicht ganz froh war er mit seiner Endzeit von 2:18:48 Stunden. „Vor allem vom Radfahren und beim Laufen hätte ich mir mehr erwartet“, erklärt der 47-jährige im NÖN-Gespräch. Erklärungsansätze lieferte Frühwirth natürlich auch. Einer davon waren die widrigen Witterungsverhältnisse.

„Auf nasser Straße mit 60 bis 80 km/h in die Kurven – da habe ich mir schon ein bisschen in die Hosen gemacht.“ Alexander Frühwirth

Denn das Rennen ging bei etwa 12 Grad und Dauerregen über die Bühne. „Bei der heurigen Wintertriathlon-WM waren die Temperaturen sogar höher“, schüttelt der URC Langenlois-Athlet den Kopf. Die Kälte war beim Schwimmen dank Neopren-Anzug kein Thema. Insgesamt erzielte Frühwirth hier die elftschnellste Zeit.

Am Rad, auf einer Strecke mit vielen Bergauf- und Bergabpassagen, wirkte sich dann aber der anhaltende Regen ziemlich aus. Vor allem bei den Abfahrten. „Da waren die echten Radfahrer ganz schön im Vorteil. Auf nasser Straße mit 60 bis 80 km/h in die Kurven – da habe ich mir schon ein bisschen in die Hosen gemacht.“ Beim Wechsel vom Rad in die Laufschuhe kämpfte „Iron Alex“ zu allem Überdruss noch mit völlig unterkühlten Zehen. „Die waren so kalt, dass ich fast nicht in die Schuhe hineingekommen bin. Da habe ich schon sehr viel Zeit vertan.“

Rückstand gibt dann doch zu denken

Im Ziel angekommen, waren die Strapazen aber dann relativ rasch vergessen. Die Freude über die Platzierung überwog den Ärger über die eher verpatzte Zeit. Nur eines wurmte Frühwirth dann auch Stunden nach dem Rennen noch: „Dass mir Albuin Schwarz (Anm.: der M45-Klassensieger) ganze vier Sekunden abgenommen hat. Das gibt mir schon zu denken.“

Schwarz war, anders als der Waldviertler, nicht mit der ersten, sondern mit der zweiten Startwelle ins Rennen gegangen. „Da hatte er sicher einen Vorteil. Mir hat nach dem Schwimmen oft der Bezugspunkt gefehlt.“
Zeit, um sich diesen Rückstand durch den Kopf gehen zu lassen, hat Frühwirth nun noch rund eineinhalb Wochen. Denn bis zum Waldviertler Eisenmann, der am Samstag, dem 30. Juli in Litschau über die Bühne geht, legt er eine Wettkampfpause ein.