Erstellt am 19. Oktober 2016, 06:00

von Michael Salzer

Hochspannung bei der Saalweihe. Die Nordmänner gerieten zweimal in Rückstand, holten immer wieder auf, verloren letztlich doch.

WALDVIERTEL - GRAZ 2:3. Was für ein Eröffnungsmatch in der neuen Stadthalle Zwettl! In einer zweieinhalbstündigen, von massiven Leistungsschwankungen geprägten Nervenschlacht machte das neuformierte, junge Team der Union Raiffeisen Waldviertel insgesamt 113:112 Punkte – den Matchball verwerteten allerdings die Grazer.

In den ersten vier Sätzen, die zum 2:2-Gleichstand führten, herrschten jeweils klare Verhältnisse. Die Grazer gewannen die Abschnitte eins und vier mit 25:21 und 25:22. Die Hausherren schlugen mit 25:21 und 25:19 in den Durchgängen zwei und vier zurück. Im Gegensatz dazu hätte der Entscheidungssatz spannender nicht sein können: Die unglaublich zähen, besonders in der Verteidigung starken Steirer zogen auf 8:5 davon.

Nach dem folgenden, letzten Seitenwechsel starteten die Gastgeber eine erfolgreiche Aufholjagd, erkämpften sich dann auch mehrere Matchbälle. Doch im Endeffekt wurden diese mit vermeidbaren Servicefehlern verschenkt. Zugleich hatten die Grazer die besseren Nerven und das nötige Glück auf ihrer Seite, jubelten somit über den 22:20-Erfolg.

Der entscheidende Faktor: „Die Nerven!“

Was war aus Sicht von Waldviertel-Coach Petr Calabek das spielentscheidende Element? „Die Nerven!“, antwortet er prompt. Der tschechische Trainer-Neuling wechselte kräftig durch, schickte insgesamt zehn Nordmänner auf die Spielfläche. „Wir haben mehr Fehler gemacht als die Grazer, das war der Hauptgrund für die Niederlage.“

Co-Trainer Rudinei Boff fügte hinzu: „Wie die Satzergebnisse zeigen, haben beide Mannschaften auf demselben Level gespielt. Der entscheidende Unterschied ist aber, dass die Grazer schon sehr lang miteinander spielen, daher haben sie in schwierigen Situationen mehr Ballkontrolle als wir. Wir werden noch einige Zeit brauchen, um richtig in Schwung zu kommen.“

Ganz ähnlich sah es auch Union-Obfrau Silvia Atteneder: „Unser neues, junges Team braucht noch Zeit. Man hat deutlich gesehen, wie die Burschen von Satz zu Satz besser geworden sind.“