Erstellt am 13. April 2016, 05:24

von Bernd Dangl und Christopher Eckl

Strahlende Finisher. Auch heuer gingen viele Zwettler an den Start. Stellvertretend zeichnet die NÖN das Rennen dreier Athleten nach.

 |  NOEN, zVg

"Theater der Emotionen" das neue Motto des Vienna City-Marathons war am Sonntag auch für die Athleten aus dem Zwettler Bezirk Programm.So sprach etwa Anna Holzmann von einem „unbeschreiblichen Glücksgefühl“, als sie nach 3:16:57 Stunden vorm Burgtheater ins Ziel einlief und damit ihren ersten Marathon beendete.

„Unmittelbar danach konnte ich keinen Fuß vor den anderen setzen. Aber das gehört wohl zur Grenzerfahrung eines Marathons“, lachte die SC Zwickl-Läuferin.

Auch der sonst oft zurückhaltende Georgenberger Jürgen Hable strahlte nach seinem Antritt über die Halbdistanz von einem Ohr zum anderen. Über längere Zeit hielt er mit dem Marathon-Spitzenfeld der Damen mit, „schummelte“ sich so auch einige Male ins Bild der ORF-Liveübertragung. „Ab Kilometer 10 musste ich das Tempo (Anm.: bis dahin 3:20min./Kilometer) etwas verlangsamen und abreißen lassen.“

Der Gegenwind spielte für ihn aber auch danach nur wenig Rolle: „Ich bin immer wieder im Windschatten von anderen Läufern gewesen, das war daher nicht so tragisch.“ Im Ziel jubelte er über eine neue persönliche Bestleistung – 1:13:17 Stunden, zehnter (!) Gesamtrang. „Damit bin ich voll zufrieden“, bilanzierte Hable nach dem Rennen.

Laister war im Team  schneller als der Sieger

Und dann war da noch der aus Langschlag stammende Christoph Laister. Der ULC Horn-Läufer war einer von 42 Glücklichen, die sich über einen Startplatz in der Ö3-Staffel freuen durften. Das Ziel: die Zeit des Siegers unterbieten! Und das Vorhaben gelang. In 2 Stunden, 8 Minuten und 36 Sekunden schlug das Ö3-Team die Siegerzeit von Robert Chemosin aus Kenia um mehr als eine Minute.

Eine tolle Leistung der Läufer, die je einen Kilometer gelaufen sind. Laister kam zwischen Kilometer 20 und 21 zum Einsatz, knallte eine Zeit von 2:50 Minuten auf den Asphalt. „Ich habe alles gegeben, war danach ziemlich fertig. Wahnsinn, wenn man denkt, dass der Sieger dieses Tempo über 42 Kilometer läuft“, zollte Laister Respekt.