Zwettl

Erstellt am 13. Juli 2016, 05:47

von Christopher Eckl

Umbau steht ins Haus. Der tschechische Erfolgstrainer Zdenek Smejkal muss zurück nach Ostrava. Mit ihm kehren insgesamt gleich fünf Spieler der Union Waldviertel den Rücken.

Abgewendet. Der Steirer David Michel (vorne) verlässt die Union Waldviertel nach einer Saison, wird nach Polen wechseln. Mit ihm gehen vier weitere Akteure.  |  NOEN, Michael Salzer

Das riesige Umbauprojekt der Union Waldviertel, die Adaptierung der Zwettler Stadthalle, findet schön langsam ein Ende (Eröffnung am 1. Oktober). Nun taucht aber eine neue Großbaustelle für die URW auf – eine, die den Kader betrifft.

Fix ist, dass Trainer Zdenek Smejkal in der kommenden Saison nicht an der Kommandobrücke der Union stehen wird. Er muss aufgrund verzwickter Vertragsdetails nach Tschechien zu seinem Ex-Verein VK Ostrava retour. „Er muss dort das eine, geforderte Jahr fertigmachen. Danach werden wir wieder verhandeln, er ist auf alle Fälle für die Zukunft eine starke Option“, erklärt Werner Hahn, der Sportliche Leiter der Waldviertler. An einer Trainer-Lösung für die Gegenwart arbeitet man derzeit fieberhaft. Im Hintergrund wird mit zwei Kandidaten intensiv gesprochen, im Raum steht auch eine interne Lösung.

Egal, wer das Coaching übernehmen wird, eines ist sicher: der neue Mann muss auch das Team umkrempeln. Die beiden Nationalspieler Toni Menner und David Michel zieht es ins Ausland. Während Menner wohl in Frankreich anheuert, schlägt Michel mit ziemlicher Sicherheit in Polen auf. Weg ist auch Libero Nik Maurer. „Er beendet seine Karriere, konzentriert sich aufs Studium“, so Werner Hahn. Zudem kehren Mittelblocker Tibor Filo (Zukunft ungewiss) und Außenangreifer Dan Kellum dem Waldviertel den Rücken. Der US-Amerikaner Kellum wechselt ausgerechnet zum niederösterreichischen Liga-Rivalen Amstetten, wird dort Co-Trainer.

Das Waldviertel als Zwischenstation

Im Vergleich zum Vorjahr sind also fünf Akteure weg – ein ziemlicher Aderlass. „Die Spieler sehen unseren Verein ganz einfach als Zwischenstation“, erklärt Hahn. „Ein Hauptgrund dafür ist, dass die Leute bei uns zwar eine sportliche Perspektive haben, aber keine private. Viele Spieler müssen nebenbei etwas machen (Anm.: Studium oder Nebenberuf). Da sind die großen Städte einfach im Vorteil, bieten mehr Auswahl.“