Erstellt am 02. Dezember 2015, 05:03

von Christopher Eckl

Vom Vizemeister voll abserviert. Gegen Aich/Dob hatte die Union Waldviertel vor allem in Sachen Aufschlag das Nachsehen.

Ordentlicher Auftritt. Viel fehlte der Union Volleyball Waldviertel (von links: Anton Menner, Nik Maurer, Rudinei Boff, Michal Peciakowski) in den Durchgängen eins und zwei nicht zum ersten Satzgewinn im kärntnerischen Aich. Nur in Abschnitt zwei war die URW gegen den stark servierenden Vizemeister ohne Chance.  |  NOEN

AICH/DOB - WALDVIERTEL 3:0. 75 Minuten lang stellte sich die Causevic-Truppe schweren Kärntner-Geschützen entgegen. Denn der Vizemeister packte eine überragende Aufschlag-Leistung aus, 13 Service-Winner in drei Sätzen sprechen eine deutliche Sprache.

Den Löwenanteil der Hochgeschwindigkeits-Bälle der Hausherren bekamen die Waldviertler in Durchgang zwei ab. „Da hatten wir ein totales Blackout. Sie haben von Anfang an Druck mit dem Service gemacht, wir waren ganz weit weg von der Leistung im Satz davor“, erklärte Co-Trainer Petr Calabek. Bei der ersten technischen Auszeit lag die URW schon mit 1:8 hinten, am Ende eines gebrauchten Satzes gelangen lediglich zehn Punkte.

Starker Auftritt in den Sätzen eins und drei

Ungleich besser lief‘s für die Gäste in den Durchgängen eins und drei. In beiden Abschnitten brachte die Union 22 Zähler aufs Scoreboard. Vor allem der finale dritte Satz, in dem die Waldviertler bis zum 21:20 stets die Nase vorne hatten, beeindruckte Calabek. „So stark wie da haben wir gegen Aich/Dob auswärts noch nie ausgesehen. Das ist für uns ein gutes Zeichen.“ An dem tollen Auftreten wirkte Calabek trotz weiterhin lädierter rechter Schulter auch aktiv mit. Tibor Filo konnte die gesamte letzte Woche aufgrund einer Grippe-Erkrankung nicht mittrainieren, hütete am Freitag mit Fieber das Bett, anstatt die Reise nach Kärnten anzutreten. Calabek biss auf die Zähne und lief unter Medikamenteneinfluss als Mittelblocker auf.

Auch die Gastgeber agierten nicht in voller Besetzung, Außenangreifer Andrej Grut und Aufspieler Maximilan Thaller mussten vorgegeben werden. Unter diesem Gesichtspunkt meinte Sportdirektor Martin Micheu: „Das war eine phänomenale Vorstellung gegen einen starken Gegner. Vor allem der zweite Satz war hervorragend.“