Erstellt am 03. Februar 2016, 04:48

von Michael Salzer

Vormarsch in die Top Ten. Sportwissenschafter Christoph Schwarzl aus Gutenbrunn bleibt, mit seiner starken Leistung beim Steiralauf, weiterhin auf Kurs: „Will beim Wasalauf in die Top 200!“

Der Weg zum Erfolg geht bergauf: Zur optimalen Vorbereitung auf den Wasalauf spult Christoph Schwarzl ein wahres Monsterprogramm ab  |  NOEN, privat
Die Formkurve des Christoph Schwarzl stimmt. „Super Teamspirit, schnelle Ski und die Spitze rückt immer näher“, kommentierte der Gutenbrunner nach dem 30km Klassisch-Bewerb beim 37. Steiralauf. Rang neun in der Gesamtwertung, Zweiter in seiner Altersklasse und Sieg mit dem „Nordic Racing Team“ (Rico Hofmann, Christian Vogel) in der Mannschaftswertung – diese Spitzenergebnisse sind zugleich Lohn der aufwändigen Vorbereitung und Motivation für das ambitionierte Ziel von Christoph Schwarzl: Top 200 beim Wasalauf in Schweden, dem größten, längsten und legendärsten Volkslanglauf-Bewerb der Welt, welcher am 6. März 2016 zum 92. Mal stattfindet.

„In der jetzigen Phase geht es darum, so schnell wie möglich zwischen den Wochenenden zu regenerieren“, erklärt der ambitionierte Waldviertler. „Nach den langen Rennen bin ich immer zwei, drei Tage relativ müde, da spule ich ganz gemütliche Ausdauereinheiten ab für die schnellere Regeneration. Mitte der Woche steht meistens eine Grundlageneinheit und kurzes Intervalltraining auf dem Programm. Dann heißt es eh schon wieder: Anreise, Ski testen, wachseln, usw.“

25 Stunden Training pro Woche

Im Sommer und Herbst hat der Sportwissenschafter und Physiotherapeut im Schnitt 25 Stunden pro Woche (!) trainiert, zum Beispiel etwa 1600 Kilometer auf Skirollern abgespult, außerdem etliche Berg- und Mountainbike-Touren abgespult, um die Grundlagenausdauer aufzubauen. Während der laufenden Rennsaison hat Christoph Schwarzl den zeitlichen Aufwand runter geschraubt, dafür immer intensiver und spezifischer trainiert – Intervalleinheiten im Ausdauerbereich, soviel wie möglich auf Schnee (in Seefeld, Ramsau und Livigno), dazu Maximalkraft, Schnellkraft und Rumpfstabilisation.

Die Marathon-Rennen in Mitteleuropa bestreitet er aus zwei Hauptgründen: Zur Vorbereitung und Qualifikation für einen guten Startblock beim Wasalauf. Schwarzl: „Bei so einem riesigen Starterfeld von 16.000 Langläufern ist es wichtig, einen guten Startblock zu erwischen. Ich will in den ersten Startblock! Dafür muss man in der gleichen Saison gute Ergebnisse bei anderen großen Volkslangläufen vorweisen können.“