Sallingberg , Zwettl

Erstellt am 20. Juli 2016, 05:05

von Christopher Eckl und Stefan Berndl

Andreas Tiefenböck mit Sprint-Coup. Am Ende der 99-Kilometer-Schleife hatte der Sallingberger mit Abstand die schnellsten Beine und fuhr zum Sieg.

Startschuss. Knapp 1.600 Fahrer nahmen die 18. Auflage der Wachauer Radtage in Angriff. Am Ende hatte mit Andreas Tiefenböck ein Athlet aus dem Zwettler Bezirk ganz großen Grund zur Freude.
 
 |  noen, Horst Sommer

Waren im vergangenen Jahr noch knapp 2.000 Sportler in Mautern am Start des Wachauer Radmarathons, schrumpfte diese Zahl heuer auf rund 1.600 Teilnehmer über die drei Distanzen. Das lag vor allem an den wechselhaften Wetterbedingungen in den letzten Wochen. „Da konnten viele nicht genug trainieren“, so Hans Holzer, seines Zeichens Haupt-Organisator der Traditionsveranstaltung.

Statt Hitze gab es dann kühle Temperaturen. Aus Zwettler Sicht trotzdem besonders heiß: Der Power Radmarathon der Herren über 99 Kilometer. Im Peloton befand sich mit dem Sallingberger Andreas Tiefenböck ein aussichtsreicher Kandidat auf den Gesamtsieg. Lange Zeit sah es für den passionierten Radsportler, der für das Paintball Fritz-Racing Team an den Start geht, aber nicht gut aus. „Das Rennen war von Anfang an sehr turbulent. Zwischenzeitlich konnte sich ein Fahrer für gut 20 Kilometer absetzen“, schilderte Tiefenböck. Das Hauptfeld arbeitete in der Folge aber konsequent zusammen und stellte den Ausreißer rund 5.000 Meter vor der Ziellinie.

„Es flossen ein paar Freudentränen“

Danach belauerten sich die Athleten eine kurze Weile gegenseitig, ehe es wieder ruppig wurde. „Bereits drei Kilometer vor dem Ziel gab es Attacken, die wir kontern musten.“ Das gelang. So kam, was kommen musste: ein Massensprint. In dem hatte Tiefenböck die schnellsten Beine. Und so lief der Zielsprint aus der Innenansicht des großen Siegers ab: „Auf den letzten 300 Metern setzte ich alles auf eine Karte und zündete meine Rakete, um dann doch noch 50 Metern vorm Ziel zu jubeln! Im Ziel ging’s dann mit mir durch und es flossen ein paar Freudentränen“, schildert der Waldviertler.

Dank eines gewaltigen Antritts sicherte er sich den Tagessieg vor Wolfgang Hölzl und Bernhard Zisser und stand damit bereits zum zweiten Mal nach 2014 in der Wachau ganz oben. „Gemeinsam mit dem damaligen Sieg ist das sicherlich mein größter Erfolg“, so der strahlende Sieger.