Zwettl , Litschau

Erstellt am 03. August 2016, 05:20

von Christopher Eckl

„Iron Alex“ räumte ab. Frühwirth holte sich in Litschau die Bronzene in der Staatsmeisterschaftswertung und den Landesmeistertitel.

Beim Waldviertler Eisenmann in Litschau stieg Alexander Frühwirth (47) sensationell als Erster aus dem Wasser. 84 Rad- und 21 Laufkilometer später holte er sich Staatsmeisterschafts-Bronze und krönte sich zum ältesten Edelmetall-Gewinner in der heimischen Triathlon-Historie.  |  NOEN, Michael Salzer

Was für ein glorreiches Comeback! Zum ersten Mal seit 2009 trat Alexander Frühwirth beim Waldviertler Eismann an. Bei der abendlichen Abreise aus Litschau wurde das Familienauto der Frühwirths zum Schwertransporter. „Iron Alex“ schnappte sich Staatsmeisterschafts-Bronze auf der Mitteldistanz, dazu den Landesmeistertitel und Gesamtrang drei.

Im Verbund mit Tochter Verena gab‘s den Siegerpokal in der Staffelwertung aus Sprint- und Mitteldistanzbewerb, dazu Silber in der Teamwertung mit dem URC Langenlois. „Sensationell“, sprudelte es angesichts der tollen Ausbeute aus dem Kirchberger heraus. „Ich bin mehr als erfreut und sehr überrascht, dass ich in meinem Alter noch einmal aufs Stockerl bei den Staatsmeisterschaften gekommen bin.“ Kein Wunder, krönte sich der Waldviertler damit doch sogar zum ältesten Staatsmeisterschafts-Medaillengewinner in der heimischen Triathlonhistorie. „Das ist sicher einer meiner größten Erfolge in den letzten Jahren.“

Den Herrensee als Erster verlassen

Den Grundstein für die historische Leistung legte Frühwirth beim Schwimmen im Litschauer Herrensee. Die 2,3 Kilometer bewältigte er in tollen 29:12 Minuten und stieg damit als erster Mann aus dem Wasser. Gleich hinter ihm lauerten Stefan Hehenwarter und Christian Birngruber – das spätere Siegertrio formierte sich also früh.

Am Rad zogen Birgruber und Hehenwarter dann davon, ehe sich Erstgenannter endgültig absetzte und der gesamten Konkurrenz enteilte. „Ich habe Hehenwarter dann noch eingeholt, der hat mich aber später stehen lassen“, erklärte Frühwirth.

Als Dritter ging es also für den „Iron Alex“ auf den abschließenden Halbmarathon. Weil er sich seine Körner gut eingeteilt hatte, erzielte er auf der sehr anspruchsvollen Laufstrecke die drittschnellste Zeit (1:33:27 Stunden) und ließ Sebastian Czerny hinter sich. Nicht unwichtig, denn Czerny der Hauptrivale im Kampf um den dritten Platz am Stockerl und im Rennen um die NÖ-Landeskrone. Mit der Gesamtzeit von 4:28:49 Stunden sicherte sich Frühwirth beides. Und machte dem WEM-Veranstalterteam um Chef-Organisator Alexander Kolar danach große Hoffnungen auf eine Rückkehr im nächsten Jahr. „Wenn‘s in meine Wettkampfplanung passt, bin ich dabei. Es ist ein schöner Bewerb in der Nähe. Die Staatsmeisterschaften haben zu Recht hier stattgefunden.“