Erstellt am 02. Dezember 2015, 05:13

von Christopher Eckl

Wechselhaftes Derby. Im Duell zweier schwankender Teams setzten sich die Zwettlerinnen knapp durch.

 |  NOEN, Christopher Eckl

Das mit Spannung erwartete Waldviertel-Derby war für die Spielerinnen und Fans beider Teams eine klassische Achterbahnfahrt. Echte Glanzlichter und fehlerhafte Phasen wechselten sich bei beiden Mannschaften mit großer Regelmäßigkeit ab. Mit den Zwettlerinnen hatte am Ende das etwas konstantere Team die Nase vorn.

Schon vor dem Beginn lieferten die Gäste eine Überraschung: Kapitänin Irina Dangl saß nicht wie erwartet wegen ihrer Sprunggelenksverletzung auf der Bank, sondern stand in der Startformation. Dennoch gehörte der erste Abschnitt eindeutig den Heimischen. Sie sicherten sich früh einen Vier-Punkt-Vorsprung und brachten diesen relativ locker über die Ziellinie. Mit einem Hammer-Start in Durchgang zwei raubte das Team von Trainerin Maria Prohaska den Zwettlerinnen dann aber das Selbstvertrauen. „Sie haben ab dem zweiten Satz sehr gut verteidigt und uns damit das Spiel schwer gemacht“, streute SPU-Coach Tobias Rudig dem Gegner Rosen.

Spannende Aufholjagd

Ulrike Lamtasch spielte groß auf, bei der ersten technischen Auszeit hieß es 8:4 für die Angereisten. Mitte des Satzes fanden die Braustädterinnen aber wieder in die Spur, nach einer Aufholjagd stand es 19:19. Die Sieghartserinnen überwanden die Schwächephase aber, verbuchten den Satz mit 25:21 für sich. Es sollte der einzige Abschnitt bleiben, in dem die Gäste in den wichtigen Phasen die Punkte machten. „Es ist uns zwar gelungen, etwas konstanter zu spielen als zuletzt, aber leider nicht auf einem hohen Niveau, das nötig wäre um auch am Ende eines Satzes noch vorne zu sein“, analysierte Trainerin Maria Prohaska.

Die Folge-Abschnitte verliefen nach einem ähnlichen dramaturgischen Konzept. Groß Siegharts legte vor, führte mit 6:1 bzw. 11:4. Beide Male packten dann aber die SPU-Mädls tolle Aufschläge aus, drehten den Spielstand zu ihren Gunsten um und durften einen 3:1-Derby-Sieg bejubeln. Für Rudig ein Erfolg des Willens: „Uns fehlt die Leichtigkeit, besonders im Angriff. Daher müssen wir versuchen, über den Kampf und gesteigerten Einsatz ins Spiel zu kommen – das ist uns phasenweise gut gelungen.“

„Uns fehlt die Leichtigkeit im Angriff. Daher müssen wir über Kampf ins Spiel kommen.“ - Tobias Rudig, Trainer SPU Zwettl