Erstellt am 10. Februar 2016, 05:28

von Michael Salzer und Christopher Eckl

Zwettl ist klarer Favorit. Das Team von der Sportunion Zwettl ist dran an den Top 3 der Landesliga, die USG Groß Siegharts geht als Schlusslicht in die lange Heimspiel-Serie.

Beim ersten Saisonduell zwischen Zwettl (von links: Valerie Mayr, Isabella Resch) und Groß Siegharts (re. Irina Dangl) ging es knapp her.  |  NOEN, Foto: Eckl

Ein Blick auf die Landesliga-Tabelle der Volleyball-Damen zeigt ein eindeutiges Bild der Kräfteverhältnisse im Waldviertel: 15 Punkte hat die Sportunion Zwettl am Konto, nur zwei Zähler die USG Groß Siegharts.

Um trotzdem zu prognostizieren, dass das Aufeinandertreffen der beiden Teams am kommenden Samstag (14 Uhr) spannend wird, braucht man nicht einmal den oft gebrauchten Spruch der eigenen Derby-Gesetze bemühen. Es reicht ein Blick aufs Hinspiel. Da brachten die Zwettlerinnen gerade noch drei Punkte ins Reine, siegten nach ausgeglichenem Spielverlauf mit 3:1 Sätzen.

Diese Partie hat SPU-Coach Tobias Rudig noch gut in Erinnerung, deshalb warnt er vor dem Derby-Gegner: „Wenn Siegharts vor den eigenen Fans einen Lauf bekommt, dann heißt‘s immer aufpassen.“ Aufgrund der Tabellensituation sieht er seine Truppe schon in der Favoritenrolle. „Wir wollen versuchen, unsere Stärken zu zeigen und auszuspielen. Das letzte Spiel gibt uns große Hoffnung, dass es klappt.“ Bei der angesprochenen Partie handelt es sich um den Heimsieg gegen Nibelungengau, der den Kontakt zur Spitzengruppe brachte.

„Voll riskieren und attackieren“

Von dieser Tabellenregion kann man in Groß Siegharts nur träumen, die USG liegt auf dem achten und letzten Platz der NÖ-Landesliga. Allerdings beschert der kuriose Spielplan nun sechs von insgesamt sieben Heimspielen in Folge! „Grundsätzlich haben wir schon genug Potenzial im Team, um gegen jede Mannschaft punkten zu können“, erklärt Kapitänin Irina Dangl.

„Allerdings kämpfen wir auch mit stark schwankenden Leistungen, weil wir viele junge Spielerinnen haben. So fehlt es uns in entscheidenden Situationen an Erfahrung und Nervenstärke.“ Zudem müssen die Sieghartserinnen ab sofort auf zwei weitere Routiniers verzichten: Gisela Schöpke und Sigrid Gruber sind seit Kurzem schwanger!

Einen Vorteil hat die schwierige Situation für den krassen Außenseiter. Dangl: „Wir brauchen uns keine Gedanken um die Taktik machen, müssen voll riskieren und attackieren.“