Erstellt am 28. September 2015, 08:12

von Daniel Lohninger und Renate Hinterndorfer

30.000 Einwohner mehr für den Bezirk. Gablitz und Mauerbach kommen auch zu St. Pölten-Land. Stadler sieht Potenzial für neue Projekte mit der Stadt.

 |  NOEN, NÖN/Bischof

Der Landesregierungsbeschluss zur Auflösung des Bezirks Wien-Umgebung brachte noch einige Überraschungen. So kommen nicht nur Purkersdorf, Pressbaum, Wolfsgraben und Tullnerbach zu St. Pölten-Land, sondern auch Gablitz und Mauerbach.

Auf Bürgerwünsche reagiert

Man habe auf die Bürgerwünsche reagiert, erklärten VP-Klubobmann Klaus Schneeberger und SP-Klubobmann Alfredo Rosenmaier die Abänderung des Entwurfes.

In Kraft tritt die Neuordnung mit 1. Jänner 2017. Der Bezirk St. Pölten-Land wird dann über 127.000 Einwohner beheimaten, also um 30.000 mehr als bisher – die Stadt St. Pölten mit ihren 53.350 Einwohnern ist ein eigener Bezirk.

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„Ich sehe viel Potenzial für neue Projekte und Verbandslösungen“, rechnet Bürgermeister Matthias Stadler (SPÖ) auch mit positiven Auswirkungen der Erweiterung des Land-Bezirkes auf die Stadt. Auch St. Pöltens Bedeutung als Bezirksknotenpunkt an der Westachse werde aufgewertet, dadurch würden St. Pölten und Wien „noch näher zusammenrücken“.

"Es ist sinnvoll, Doppelgleisigkeiten abzustellen"

Als „sinnvollen Schritt“ bezeichnet Noch-SPÖ-Bezirksobmann Anton Heinzl die Entscheidung. Von einer – aus diesem Anlass zuletzt andiskutierten – Zusammenführung von Magistrat und Bezirkshauptmannschaft hält er nichts: „Die Verwaltung in Stadt und Bezirk läuft gut, deshalb sollte man da auch nichts ändern.“ Sinnvoll sei es allerdings, vorhandene Doppelgleisigkeiten abzustellen.

Es sei nicht überraschend, dass es noch zu Änderungen gekommen sei, erklärt ÖVP-Bezirksobmann Martin Michalitsch, der die Reform für sinnvoll hält. „Wir freuen uns auf unsere neuen Nachbarn. In den gleichen Gremien zu sitzen, führt zu einer noch intensiveren Zusammenarbeit“, so der Eichgrabener Bürgermeister.