St. Pölten

Erstellt am 04. April 2017, 09:39

von Redaktion noen.at

St. Pölten war am Montag "Blitzhauptstadt". Laut Wetterdienst UBIMET entluden sich am Montagnachmittag und -abend teils kräftige Regenschauer und Gewitter mit zahlreichen Blitzentladungen. Österreichweit blitzte es insgesamt 4.061 Mal, wobei die meisten Entladungen, genau 1.508, in der Steiermark registriert wurden. An zweiter Stelle folgt Niederösterreich mit 1.325 Blitzen.

 |  APA (dpa/Symbolbild)

Die blitzreichste Region war zum Einen die nördliche Obersteiermark von Schladming bis Neuberg an der Mürz sowie der Großraum St. Pölten. Allein im St. Pöltner Stadtgebiet zuckten 193 Blitze am Abendhimmel. Das entspricht 1,79 Blitzen pro Quadratkilometer, eine so hohe Blitzdichte wie sonst nirgends. Dazu regnete es sehr stark.

„In St. Pölten kamen allein zwischen 18 und 19 Uhr fast 19 Liter pro Quadratmeter zusammen“, so UBIMET-Chefmeteorologe Manfred Spatzierer. „Diese Mengen in so kurzer Zeit sind für Anfang April durchaus beachtlich.“

Blitze in Österreich Montag, 04. April 2017  |  UBIMET

Insgesamt summierten sich bis Dienstagfrüh sogar 25 Liter pro Quadratmeter. Noch mehr regnete es aber stellenweise im Bergland. In Hall bei Admont in der Steiermark kamen insgesamt sogar 44 Liter pro Quadratmeter zusammen.

Stärkster Blitz in Liezen

Den stärksten Blitz mit einer Stromstärke von rund 391.000 Ampere gab es in der Gemeinde Landl im steirischen Bezirk Liezen. Das entspricht in etwa der 25.000-fachen Stromstärke einer haushaltsüblichen Steckdose mit 16 Ampere.

Am Dienstag geht es sehr unbeständig weiter. Ab den Nachmittagsstunden muss man von der Steiermark über das Burgenland bis in den Osten Niederösterreich neuerlich mit Gewittern rechnen. Auch in Wien kann es diesmal blitzen und donnern. Weiter westlich ist die Gewittergefahr nur noch gering, hier ist es bereits deutlich kühler und oft regnerisch.

In der Nacht auf Mittwoch sinkt die Schneefallgrenze in Vorarlberg, Tirol und Salzburg mitunter sogar bis gegen 1.100 m. Am Mittwoch selbst ist die Gewittergefahr vorerst überall gebannt, mit maximal 10 bis 20 Grad bleibt es vorerst mild und wechselhaft.