Erstellt am 13. Juni 2016, 11:42

von Manuela Mayerhofer

Antares erforschen das Weltraumwetter. Innovativ: Mit dem Sonnenobservatorium und Sonnenspektrometer nehmen die Antares an einem weltweiten Forschungsprojekt teil.

 |  NOEN, Manuela Mayerhofer
Nach einer Bauzeit von drei Jahren luden die NÖ Amateurastronomen Antares zum Eröffnungsfest des fertiggestellten Zubaus mit Experimentalraum und neuem Sonnenobservatorium.

„Rund 5.000 Arbeitsstunden wurden von unseren Vereinsmitgliedern geleistet, dabei ein Wert von rund 80.000 Euro erarbeitet“, betonte Obfrau Gabriele Gegenbauer. Die Investitionskosten betragen 155.000 Euro, inklusive der erbrachten Eigenleistungen. Das Land NÖ hat das Projekt unterstützt.

Spektakuläre Fotos vom Universum präsentierte Antares-Mitglied Franz Klauser, der auch einen kurzen Einblick in die Astrofotografie präsentierte.

Stolz sind die Sternengucker auf die kindgerechte Aufbereitung der Himmelskunde: Seit Jahren werden unter dem Titel „Antares-Kids“ spezielle Führungen und Vorträge, Experimente und Spiele angeboten um das Interesse der Kids an der Astronomie zu wecken. Der neue Experimentalraum bietet Platz zur Demonstration verschiedenster Experimente und Vorträge für Schulklassen.

Zubau wurde nach drei Jahren Bauzeit eröffnet

Weiter ausgebaut werden soll die Forschungstätigkeit an der Volkssternwarte in Michelbach: Mit dem neu in Betrieb genommenen Sonnenspektrometer e-callisto werden Daten über die Sonnenaktivitäten aufgezeichnet.

Radioteleskope ermöglichen die Beobachtung der Sonneneruptionen auch bei wolkigem Himmel, Schneefall oder Regenschauer.

Der Hintergrund: Durch die weltweite Forschungstätigkeit und Datenerfassung, erhofft man möglichst früh Sonnenaktivitäten vorhersagen zu können. Denn dabei sendet die Sonne Partikel aus, die wiederum unsere Satelliten „lahmlegen“ könnten.

Bei einem solchen „Black out“ könnte das tägliche Leben in jeglicher Hinsicht zum Erliegen kommen. „Wir sind heute mehr denn je auf die Elektronik angewiesen. Das betrifft unter anderem den Flugverkehr und in absehbarer Zeit werden auch unsere Autos mit GPS fahren“, unterstreicht Christoph Monstein, Gastreferent vom Institut für Astronomie in Zürich die Bedeutung dieser Forschungsaktivitäten.

„Ziel des Projekts ist eine Vorhersage für das Weltraumwetter. Um rechtzeitig auf drohende Ausfälle durch die Sonnenaktivität reagieren zu können“, so Monstein.