St. Pölten

Erstellt am 02. September 2016, 05:01

von Beate Steiner

St. Pöltner City-Splash-Gäste schlagen Wellen. In einem Brief an den Bürgermeister tun Stammkunden Unmut kund über verkürzte Öffnungszeit und fehlende Veranstaltungen.

Das City-Splash St. Pölten  |  NOEN, mss/Vorlaufer

Im Sommerbad gehen die Wogen hoch. Stammgäste fühlen sich von der Stadt verschaukelt, haben einen offenen Brief an Bürgermeister Matthias Stadler versandt.

Haupt-Kritikpunkt der City-Splash-Dauernutzer: Das Bad schließt am 4. September, eine Woche früher als im Vorjahr.

Statt des Sommerbads hat dann die Aquacity offen, „weil das Personal dorthin übersiedelt“, argumentiert Rathaussprecher Martin Koutny für die Stadt als Betreiber.

Barnath: „Kann doch kein Problem sein“

Das will Christian Barnath als Sprecher der City-Splash-Dauernutzer nicht hinnehmen: „Von 1. Mai bis Ende Juni sind auch beide Bäder gleichzeitig geöffnet. Da kann doch eine Woche mehr im September kein Problem sein.“

Dass fehlendes Badewetter schuld sei am rückläufigen Interesse an Saisonkarten, wie die Stadt argumentiert, lässt Barnath auch nicht gelten: „Besucher kaufen die Dauerkarten Anfang Mai – da weiß noch keiner, wie das Wetter wird.“

Apropos Wetter: Das soll auch einen weiteren Vorwurf der Sommerbad-Stammgäste entkräften. Diese hatten sich schon auf das angekündigte Unterhaltungsprogramm im Bad gefreut: Kindernachmittage mit dem Circus Pikard für die Kleinen und eine Karibische Nacht für die Großen.

Beides ist ins Wasser gefallen: „Weil der Zirkus weitergezogen ist und das Wetter schlecht war“, argumentiert die Stadt. „Weil die Stadt nichts organisiert hat“, sagt Barnath und legt die offiziellen meteorologischen Daten auf den Tisch: 28 Grad am 9. Juli, an dem die Sommerbad-Nacht nicht zur Karibik-Nacht wurde.

VP-Krumböck: „Stadt ist Dienstleister“

Zum Polit-Thema macht VP-Gemeinderat Florian Krumböck die Vorwürfe an die Verwaltung. Er sieht die städtischen Betriebe als Dienstleister: „Auf Gäste hören kann kein Fehler sein. Die Kritikpunkte der Stammgäste sollten beachtet werden.“

SP-Vizebürgermeister Franz Gunacker sieht Krumböcks Aussagen als „Bashing gegen die Bäderverwaltung. Unqualifizierte Äußerungen wie diese sind kontraproduktiv. Konstruktive Kritik greifen wir immer auf.“