St. Pölten

Erstellt am 13. Oktober 2016, 05:31

von Daniel Lohninger

Volksbank-Fusion geht in die Zielgerade. Aus neun Banken wurde ein Groß-Institut mit Sitz in St. Pölten, 2017 folgt noch Horn.

   |  NOEN, Mauritsch

Die Fusionen der neuen Volksbank NÖ mit den Instituten Ötscherland und Oberes Waldviertel sind seit wenigen Tagen unter Dach und Fach. Im Sommer 2017 folgt noch Horn – dann ist aus zehn lokalen Playern die größte Regionalbank Niederösterreichs geworden. Auf 3,3 Milliarden Euro wird sich 2017 die Bilanzsumme der in St. Pölten ansässigen Bank belaufen.

Standort St. Pölten profitiert von Fusion

Der Bank-Standort St. Pölten profitiert davon, weil mittlerweile 200 der insgesamt 800 Mitarbeiter hier beschäftigt sind. Dafür wurde die Zentrale zwischen Brunngasse und Bahnhofsplatz um mehr als eine Million Euro ausgebaut.

„Wir haben alle Herausforderungen im Eiltempo gelöst“, beschreibt Vorstandsvorsitzender Rainer Kuhnle den Fusions-Prozess, an dessen Anfang 2014 der Zusammenschluss von St. Pölten und Krems stand. Trotz der Zentralisierung der Verwaltung bleibe die Regionalität das große Asset der Volksbank, versichert Kuhnle. Dass nicht alle Filialen gehalten werden, sei dazu kein Widerspruch – es gehe vielmehr um die Bündelung von Kompetenzen.

Fokus auf Kerngeschäft

Konzentrieren will sich die Volksbank in Zukunft nur mehr auf das Kerngeschäft: Einlagen, Kredite und Beratung. „Alle anderen Produkte kaufen wir von verlässlichen Partnern zu“, betont Kuhnle. Im Sinne der neuen Philosophie stellt die Volksbank eine „Gewerbe-Milliarde“ zur Verfügung. „Wir stillen damit als von Handwerkern gegründete Bank den Finanzbedarf der Wirtschaft“, so Kuhnle.