Erstellt am 07. Mai 2016, 10:34

von Mario Kern

Barockfestival mit vielen Sternstunden. Elfte Auflage bringt erneut Private Musicke nach St. Pölten. Zudem am Programm: der Chorus sine nomine und Barock mit Jazz.

Private Musicke eröffnen unter der bewährten Leitung von Pierre Pitzl (l.) nach neun Jahren wieder das St. Pöltner Barockfestival.  |  NOEN, zVg

Zum bereits elften Mal lässt das St. Pöltner Barockfestival erlesene Werke der Alten Musik in der Landeshauptstadt erklingen. Mit sieben Konzerten bringt Festival-Leiterin Caroline Berchotteau alle Vorzüge barocker Musik unter ein organisatorisches Dach: Stille, meditative Klänge sowie ausschweifenden, epischen Bombast und viele feinere Nuancen dazwischen. „Auch gibt es Unerwartetes, etwa in der Begegnung mit Jazz.“ Stilistisch ist das Programm jedenfalls denkbar vielfältig.

"Auftakt" am 11. Juni

Den Anfang macht am 11. Juni die Formation Private Musicke unter der Leitung des in St. Pölten geborenen und aufgewachsenen Gambisten und Gitarristen Pierre Pitzl. Mit dabei ist erneut Star-Tenor Stephan van Dyck, der auch beim Barockfestival-Konzert des Ensembles vor mittlerweile neun Jahren aufgetreten ist. Zusammen geben sie das Programm „Time stands still“ mit Werken von John Dowland, Alfonso Ferrabosco und William Byrd zum Besten.

Das zweite unbestrittene Highlight des Festivals bildet das Abschluss-Konzert am 25. Juni mit dem preisgekrönten Chorus sine nomine unter der Leitung von Johannes Hiemetsberger.Er bringt mit Saxophonist Michael Krenn Gregorio Allegris „Miserere“ zu Gehör. Mit dabei ist Sopranistin Martina Daxböck aus Laaben, die seit vielen Jahren stimmlich die Domkantorei St. Pölten bereichert.

Dazwischen treten Les Paladins mit Charpentiers „Vier Jahreszeiten“ um Organist Jan van de Laar, Cembalistin Violaine Cochard und Pianist Edouard Ferlet auf. Außergewöhnlich wird die Begegnung von Bruno Helstroffer an der Elektro-Theorbe mit Kontratenor Dominique Visse und Akkordeonist Jean-Louis Matinier, die eine elektrisierende Melange von Barock-Musik und Jazz reichen werden.