Erstellt am 27. Januar 2016, 05:13

von Daniel Lohninger

Bauer verabschiedet sich. Führungswechsel / Nachdem alle Volksbank-Fusionen unter Dach und Fach sind, kündigt Hans Bauer nach 23 Jahren als Vorstandsvorsitzender seinen Abschied mit Ende März an. ST. PÖLTEN / Mit 31.

Hans Bauer (links) tritt mit 31. März seinen Ruhestand an, Othmar Holzinger bedankt sich.  |  NOEN, Lohninger

März geht bei der Volksbank eine Ära zu Ende: Hans Bauer (62) tritt seinen Ruhestand an. Den für manche überraschenden Schritt erklärt der langjährige Vorstandsvorsitzende damit, dass die angestrebten Fusionen unter Dach und Fach seien und er künftig mehr Zeit für die Familie haben möchte.

Ruhestand schon 2014 ein Thema

„Ich wollte eigentlich schon 2014 in den Ruhestand gehen. Dann kam aber das Thema Fusionen, das seit Ende 2015 im Prinzip abgeschlossen ist“, erklärt Bauer. St. Pölten sei jetzt Sitz der größten Volksbank Niederösterreichs, die 2017 über eine Bilanzsumme von rund 3,3 Milliarden Euro verfüge. Als Bauer 1998 nach der Fusion der Volksbanken St. Pölten und Herzogenburg-Loosdorf den Vorstandsvorsitz der neuen Volksbank NÖ Mitte übernahm, betrug die Bilanzsumme etwa 270 Millionen Euro. In Bauers Zeit erwarb die Volksbank auch das Areal am Bahnhofsplatz mit einer Bürofläche von mehr als 3.000 Quadratmetern – eine wesentliche Voraussetzung für die nun erfolgte Zentralisierung der Verwaltungseinheiten, die rund 100 zusätzliche Jobs für St. Pölten bringt. Auch notwendige Optimierungen für die nächsten Jahre seien auf Schiene.

"Fusion als Vision"

„Hans Bauer hat früh erkannt, dass eine Fusion mit einer Nachbar-Volksbank wichtig für St. Pölten ist“, würdigt Aufsichtsrats-Vorsitzender Othmar Holzinger die Verdienste Bauers. Nicht zuletzt dank Bauers „hervorragender strategischer Arbeit“ sei St. Pölten zum Sitz der neuen Volksbank Niederösterreich AG geworden.

Im neuen Vorstand der Volksbank sitzen werden ab 1. April Rainer Kuhnle als Vorsitzender sowie Helmut Emminger, Reinhard Diem und Adolf Hammerl.

Ganz verabschieden wird sich Bauer auch nach dem 31. März nicht aus der Volksbank-Welt. Er bleibt Vorstandsvorsitzender der Volksbank NÖ Mitte Beteiligung eG – der Finanzholding, die knapp 24 Prozent an der Volksbank NÖ AG hält.