Erstellt am 26. Mai 2016, 19:04

von Daniel Lohninger

Besondere Uraufführung. Neue Fassung von Schubert-Lied / Johann Simon Kreuzpointner instrumentierte „Lindenbaum“ erstmals für Orchester. Der Musikverein 1837 führt das Werk in den Stadtsälen auf. ST. PÖLTEN / Just in St.

12 bis 72 Jahre alt sind die 45 Sänger des Chors sowie die Mitglieder des Orchesters des Musikvereins 1837 – unter ihnen Johann, Christine und Maria Sodek, Kerstin Zöchinger, Florian Bender und Daisy Zöchinger (hinten von links) sowie Tabea, Felix und Martina Bender (vorne).privat  |  NOEN

Just in St. Pölten – an einem Ort, an dem Franz Schubert komponierte – wird einer seiner Klassiker im Rahmen der Festwochen in neuer Form uraufgeführt: Johann Simon Kreuzpointner hat Schuberts Lied „Der Lindenbaum“ für den Musikverein 1837 erstmals für Orchester instrumentiert.

Zwei Versionen von „Der Lindenbaum“ sind heute bekannt: die Originalfassung als durchkomponiertes Kunstlied für Singstimme und Klavier sowie die vereinfachte Form als Volkslied. „Es war daher sehr reizvoll, beide Fassungen in einem Stück gegenüberzustellen“, erklärt Kreuzpointner. Als Ausgangspunkt für seine Orchesterfassung nahm er das Kunstlied mit dem anspruchsvollen Klaviersatz. Herausforderung sei dann gewesen, in der Instrumentierung für Kammerorchester einen „historischen“ Orchesterklang zu erzeugen, der die vielen kleinen Motive deutlich hörbar und die verschiedenen Ideen-Ebenen nachvollziehbar mache. Kreuzpointner: „Den krönenden Abschluss bildet der vierstimmige Volksliedsatz, der in der Begleitung die vielen Spielfiguren des Kunstliedes nachklingen lässt.“

Neben der Uraufführung können Obfrau Martina Bender und Obfrau-Stellvertreter Reinhard Goldgruber auch auf weitere Besonderheiten beim Konzert hinweisen: unter anderem auf die erst 15-jährige Tabea Bender als Konzertmeisterin und ein Carl-Friedrich-Zelter-Violakonzert mit der 20-jährigen Magdalena Bernhard als Solistin.

Konzerttermin: Donnerstag, 26. Mai, 19.30 Uhr, Stadtsäle.