Erstellt am 16. Dezember 2015, 05:03

von Daniel Lohninger

Besseres Bahnangebot. 73 schnelle Zugpaare verkehren zwischen St. Pölten und Wien. Nächstes Ziel: Zug als innerstädtisches Verkehrsmittel.

 |  NOEN, Desiro/ÖBB

Täglich 22 schnelle REX-Verbindungen zwischen St. Pölten und Westbahnhof, 26 Railjet- und 25 Intercity-Zugpaare zwischen St. Pölten und Wien-Hauptbahnhof sowie damit verbunden zwei Züge zum Flughafen Wien-Schwechat pro Stunde – das brachte der Fahrplanwechsel der ÖBB für die St. Pöltner Bahnfahrer.

Der Hauptbahnhof St. Pölten ist mit der Fahrplan-Umstellung jetzt auch vertakteter Knotenpunkt zwischen Westbahn, Traisentalbahn, Mariazellerbahn, Kremser Bahn, aber auch sämtlichen von hier abgehenden und ankommenden Buslinien. „Damit wird ein durchgängiges Knotenkonzept mit raschen Umsteigezeiten und besseren Verbindungen in alle Richtungen möglich“, erklärt VOR-Geschäftsführer Thomas Bohrn.

„Leobersdorfer Bahn“ soll S-Bahn werden

Für VP-Gemeinderätin Christina Veit ist der neue Fahrplan Anlass, die Attraktivierung der Bahn als innerstädtisches Verkehrsmittel zu fordern – gerade bei der „Leobersdorfer Bahn“ herrsche Nachholbedarf. Der Bürgermeister sei gefordert, weitere Verbesserungen auszuhandeln.

„Aus dem Traisental rollt täglich eine Blechlawine Richtung Stadt, die Bahn muss hier als Ergänzung zu Postbus und Lup weiter aufgewertet werden, um eine echte Alternative zum Auto zu bieten“, so Veit. Dafür müssten die Haltestellen im Stadtgebiet – St. Georgen, Hart, Spratzern-Haltestelle und Porschestraße – erhalten bleiben.

Gute zusammenarbeit mit dem Land 

SP-Vizebürgermeister Franz Gunacker verweist auf die mit Fahrplanwechsel erzielten Verbesserungen und darauf, dass die SP bereits lange ein S-Bahn-Netz und S-Busse ins Umland fordere. Gunacker: „Alle diese Maßnahmen sind im Generalverkehrskonzept von Stadt und Land mit echten Verkehrsexperten festgeschrieben worden und es wird intensiv an der Umsetzung gearbeitet.“ Die SP habe sich auch stets für die Erhaltung von Haltestellen eingesetzt.
 


Die Neuerungen

Hauptbahnhof St. Pölten: Der Bahnhof wird zum Taktknotenpunkt zwischen Westbahnstrecke (Richtung Westbahnhof und Wien-Hauptbahnhof sowie Flughafen), Traisentalbahn, Mariazellerbahn und Kremser Bahn sowie allen hier abgehenden oder ankommenden Buslinien.

Kremser Bahn: neuer ganztägiger Stundentakt zwischen St. Pölten und Krems, zu den Hauptzeiten neuer Halbstundentakt.

Innere Westbahn (St. Pölten-Neulengbach-Westbahnhof): Vereinheitlichung des Angebots auf raschere REX-Züge mit S-Bahn-Anschlüssen, REX-Halbstundentakt morgens und nachmittags.

Traisentalbahn (St. Pölten- Traisen-Hainfeld/Lilienfeld/ Schrambach): werktäglicher Stundentakt zwischen St. Pölten und Traisen, 30-Minuten-Takt morgens von Schrambach und Hainfeld nach St. Pölten.