Erstellt am 01. Juli 2017, 13:31

von APA Red

Ex von prominenter Ex-Ski-Sportlerin unter Verdacht. Schadenssumme von vier bis fünf Millionen Euro im Raum - Laut "Kurier" Promi-Sportler und Konzernbosse unter Geschädigten - Verdächtiger soll zuvor Lotto-Gewinne im Casino "verzockt" haben.

Symbolbild  |  APA (dpa/Symbolbild)

Gegen den früheren Lebensgefährten einer prominenten und äußerst erfolgreichen ehemaligen Skirennläuferin wird von der Staatsanwaltschaft St. Pölten wegen gewerbsmäßigen schweren Betrugs ermittelt. Karl Wurzer, der Sprecher der Anklagebehörde, bestätigte am Samstag der APA entsprechende Medienberichte. Aktuell sei von einer Schadenssumme von vier bis fünf Millionen Euro auszugehen, so Wurzer.

Es sei möglich, dass sich noch weitere Opfer des Verdächtigen melden und die Schadenssumme ansteige, gab Wurzer zu bedenken. Wie die Tageszeitung "Kurier" zuvor berichtet hatte, sollen sich unter den Geschädigten 15 bekannte Sportler, Konzernvorstände und Unternehmer befinden. Diese sollen dem mutmaßlichen Betrüger aufgrund seines Naheverhältnisses zu der angesehenen früheren Spitzensportlerin "blind vertraut" haben. Über die Ex-Sportlerin soll der Verdächtige überhaupt erst Kontakt zu den Betroffenen bekommen haben, denen er angeblich ein "bombensicheres" Geschäftsmodell mit Aussicht auf hohe Rendite versprach. Dem Vernehmen nach gab er vor, ausrangierte Industriemaschinen kaufen und im Ausland wieder verkaufen zu wollen.

Laut "Kurier" dürfte der Mann aber einen Großteil des Geldes im Casino verspielt haben. Möglicherweise war der Verdächtige spielsüchtig - er soll vor den angeblichen Täuschungshandlungen zwei Mal im Lotto gewonnen und die insgesamt 5,5 Millionen Euro im Casino "verzockt" haben. Mittlerweile soll sich der Mann im Privatkonkurs befinden.

Zur Identität der Opfer des mutmaßlichen Schwindlers gab sich die Anklagebehörde bedeckt. Wurzer bestätigte lediglich, dass es sich um mehrere Opfer handle. Im Zuge des Ermittlungsverfahrens werde auch erhoben, was mit dem verschwundenen Geld passiert sei. Zu den Fragen, warum über den Mann ungeachtet der beträchtlichen Schadenssumme keine U-Haft beantragt wurde und ob der Verdächtige - wie in Medien behauptet - untergetaucht sei, gab es keine Auskunft. Für den Verdächtigen gilt die Unschuldsvermutung.