St. Pölten

Erstellt am 18. August 2016, 05:07

Regen verwässert den Umsatz. Das Sommerfestival war wegen des unbeständigen Wetters nicht ganz so gut besucht wie im Vorjahr.

Peter Puchner ist glücklich: „Der Urlaub in St. Pölten hat sich sehr gut etabliert, das Sommerfestival ist in den Ferien zum Highlight in der Landeshauptstadt geworden — man trifft sich auf dem Rathausplatz. Das bringt Frequenz in die Stadt.“ Wie viele Besucher heuer mitten in der Innenstadt kulinarisch in die Ferne schweiften, kann Puchner nicht sagen: „Wir zählen die Besucher nicht – so zwischen 100.000 und 150.000 werden es gewesen sein.“

Seit sieben Jahren organisiert Puchners Büro V die sechswöchige Veranstaltung im sommerlichen St. Pölten, mit kulinarischen Schmankerln aus vielen Küchen der Welt und mit künstlerischem Rahmenprogramm: „Das war heuer sensationell. Noch nie hatten wir so ein dichtes und hochwertiges Angebot. An 35 von 39 Festivaltagen waren Top-Musiker engagiert oder wurden Mode-Neuheiten auf dem roten Teppich vorgeführt.“

Neue Impulse durch den "Modemitwoch"

Der „Modemittwoch“, heuer neu vom Marketing St. Pölten angeboten, ist zwar einmal ins Wasser gefallen, die anderen Abende für ‚Fashionistas‘ waren aber bestens besucht, bestätigt der Leiter des Büro V, der sich bei seinen Festival-Partnern bedankt. Denn ohne Unterstützer würde es den Event in dieser Form nicht geben, so Puchner: „Mein Kompliment an alle, die mitgeholfen haben, dass diese Veranstaltung etwas wird, an Matthias Weiländer vom Marketing St. Pölten, an die Stadtgärtnerei, die wieder den essbaren Pflanzenschmuck aufgestellt hat und an das Cinema Paradiso.“

Und natürlich an die Hauptakteure, die Gastronomen, „die heuer sehr zufrieden waren. Ich habe nur positive Rückmeldungen bekommen — auch von denen, die das erste Mal dabei waren.“

Schnittstellen zu den Wirten sind Franky Edlinger, der jedes Jahr die Hütten liefert und wieder abbaut und Georg Loichtl. Puchner zählt auf den stellvertretenden Obmann der Wirte 3100 als verlässlichen Partner mit Handschlagqualität: „Wir sind ein Veranstaltungsbüro und keine Gastronomen. Deshalb ist die Zusammenarbeit mit Georg Loichtl so wichtig. Er weiß, was Wirte wollen.“

Ganz sicher nicht wollten die Wirte regnerische Abende, wie sie im Juli oft St. Pölten heimsuchten. Daher bestätigt Georg Loichtl grundsätzlich Peter Puchners positive Bilanz des Sommerfests, lobt das gute Rahmenprogramm, allerdings: „Wir waren vom Vorjahr verwöhnt. Heuer war das Wetter leider sehr durchwachsen. Daher hatten wir viel weniger Umsatz als im vergangenen Jahr.“ Wenn die Tages schön waren und nicht ein Gewitter plötzlich die Gäste vertrieb, delektierten sie sich gern an den Fliegerbräu-Burgern und genossen anschließend noch belgische Wafferl, die Georg Loichtl das erste Mal anbot: „Die sind sehr gut gegangen, vor allem mit Marillenröster.“

Auch Egon-Wirt David Schröding, der seit vielen Jahren mit dabei ist, ist grundsätzlich zufrieden: „In Relation zum wechselhaften Wetter war der Besuch sehr gut.“ Am Egon-Stand, der Schweizer Spezialitäten auskochte, waren traditionellerweise die Getränke der große Hit, vor allem „Sommersaftl wie Hugo und Aperol Sprizz.“

Die Gastronomen haben Anfang der Woche ihre Standln abgebaut. Die Leinwand vor dem Cinema Paradiso wird noch bis Ende August bespielt. Mehr dazu auf Seite 25.