Böheimkirchen

Erstellt am 26. Juli 2016, 12:00

17-Jähriger ging auf Polizeibeamten los. Ein Jugendlicher rastete nach einer Ausweiskontrolle völlig aus. Der Tobende wurde ins Landesklinikum Mauer transportiert.

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Einsetzender Starkregen bereitete der Open-Air-Veranstaltung Maismania am Samstag ein abruptes Ende. Die Gäste waren zu Fuß unterwegs zum Bahnhof. Einige haben ihren Frust bei diversen Sachbeschädigungen ausgelassen. Sie hinterließen eine Spur der Verwüstung im Ort.

Trauriger Höhepunkt: Als die Exekutivbeamten gegen zwei Uhr Früh einen Randalierer in Bahnhofsnähe beobachteten und einen Ausweis verlangten, rastete dieser völlig aus. Der Bursche wurde wegen aggressiven Verhaltens festgenommen und zur Polizeiinspektion Böheimkirchen gebracht. Er soll versucht haben, die Beamten zu attackieren. Er trat gegen die Sicherheitstür und demolierte diese. Da sich der Herzogenburger nicht beruhigen wollte, wurde er ins Landesklinikum Mauer-Öhling transportiert. Es dürfte Alkohol im Spiel gewesen sein.

„Das kann es nicht sein. Man wird sich überlegen müssen, ob und in welcher Form, dieses Fest in Böheimkirchen in Zukunft stattfinden wird.“
Gebhard Hauser, Polizei

Am Veranstaltungsort - dem Feld - lagen nach dem Fest Müll und unzählige Flaschen verstreut. Am Bahnhofsgebäude wurden Fensterscheiben demoliert, der Inhalt zweier Feuerlöscher wurde im Bahnhof versprüht. Gegenüber des Rot-Kreuz-Hauses wurde ebenfalls eine Scheibe eingeschlagen. Blumenschmuck wurde verwüstet.

„Das kann es nicht sein. Man wird sich überlegen müssen, ob und in welcher Form, diese Veranstaltung in Böheimkirchen in Zukunft stattfinden wird. Das wird sicher ein Nachspiel haben“, kündigt Gerhard Hauser, Kommandant der Polizei Böheimkirchen, an. Die Höhe des Sachschadens ist noch nicht bekannt, die Erhebungen laufen noch. Sonntagvormittag war die Bezirkslandjugend um Schadensbegrenzung bemüht und sammelte den zurückgebliebenen Müll ein. „Wir haben das Fest zum zwölften Mal organisiert und bis jetzt ist nie etwas Negatives vorgekommen“, bedauert Sebastian Weitzl, Obmann der Bezirkslandjugend St. Pölten, die Zwischenfälle.