Erstellt am 17. März 2016, 11:11

Botschafter des Friedens in Landeshauptstadt geehrt. Der tunesische Friedensnobelpreisträger Hussein Abassi, Generalsekretär des Gewerkschaftsbundes UGTT (Tunesischer Generalverband der Arbeit) besuchte St. Pölten und erhielt die große Franz Vranitzky Medaille verliehen.

Anton Heinzl, Hussein Abassi, Kamel Saad und Matthias Stadler bei der Überreichung der Franz Vranitzky Medaille an den tunesischen Friedensnobelpreisträger.  |  NOEN, SPÖ BO St. Pölten
Im Dezember 2015 wurde Abassi gemeinsam mit drei weiteren tunesischen Preisträgern der Friedensnobelpreis verliehen. Die Auszeichnung erhielt Abassi für seine Bemühungen beim friedlichen Übergang Tunesiens von der Diktatur zur Demokratie.

Geehrt wurde Abassi auch bei seinem Besuch in St. Pölten: Nach der Eintragung in das Goldene Buch der Landeshauptstadt, überreichte ihm Bürgermeister Matthias Stadler gemeinsam mit dem Landesvorsitzenden der sozialdemokratischen FreiheitskämpferInnen und aktiver AntifaschistInnen, Anton Heinzl, die große Franz-Vranitzky-Medaille in Silber in Anerkennung seines Einsatzes als Arbeitnehmervertreter für den Frieden im nahen Osten.

Zur Organisation und Person:

Die UGTT spielt als größte Organisation Tunesiens eine zentrale Rolle in diesem Prozess. Geboren 1947 arbeitete Abassi als Gymnasiallehrer, seit 1973 ist er Mitglied des Gewerkschaftsbundes UGTT,  1997 wurde Mitglied der Regionalleitung in Kairouan.

Ab 2002 war er Generalsekretär der UGTT in der Region Kairouan, 2006 wurde er Mitglied der Nationalleitung der UGTT, verantwortlich für Studien und legislative Fragen. Seit 2011 ist er Generalsekretär der UGTT (13. Generalsekretär). Hussein Abassi ist verheiratet und Vater von vier Kindern.