St. Pölten

Erstellt am 10. August 2016, 12:17

von Beate Steiner und Maria Prchal

Hotel Rock‘n‘Roll: Psychedelischer Urlaub. Aus gegebenem Anlass der Vorführung beim St. Pöltner Film-Open Air: Gerald Votava und Michael Ostrowski über die Sex&Drugs-Trilogie des verstorbenen Regisseurs Michael Glawogger, die Michael Ostrowski zu Ende führte.

Michael Ostrowski und Gerald Votava im Rausch des Rock‘n‘Roll.  |  NOEN, Muhr

Das Cinema Paradiso Open Air bringt am Donnerstag, 11. August „Hotel Rock’n’Roll“, Michael Ostrowskis Fortführung von Michael Glawoggers „Sex, Drugs & Rock’n’Roll“-Trilogie, die mit „Nacktschnecken“ und „Contact High“ eröffnet wurde: Drei gut gelaunte Loser übernehmen ein verschuldetes Hotel, um dort den Spirit des Sex & Drugs & Rock’n’Roll wieder aufleben zu lassen.

Vor der Open Air Premiere in St. Pölten wird Gerald Votava live einige Songs rocken, nach dem Film steht er gemeinsam mit Schauspieler-Kollegin Hilde Dahlik für ein Interview zur Verfügung.

Die NÖN sprach vorab mit Michael Ostrowski und Gerald Votava.

NÖN: Michael Ostrowski, wie ging es Ihnen dabei, die Arbeit von Michael Glawogger fortzuführen und seine Trilogie abzuschließen? Am Buch haben sie ja noch gemeinsam gearbeitet.

Michael Ostrowski: Ja, wir haben mehrere Jahre immer wieder daran geschrieben. Es war ein großes Versprechen an den Glawo, dass wir die Trilogie vollenden. Ich habe nie daran gezweifelt, dass wir das schaffen werden.

Ist „Hotel Rock‘n‘Roll“ ein Tribut an Glawogger oder doch ein Ostrowski-Film?

Ostrowski: Man kann‘s nur so machen, wie man es für richtig hält. Aber sein guter Geist war immer da, seine Großzügigkeit und sein Humor waren meine ständigen Begleiter, die Gedanken an ihn waren immer positiv und aufbauend.

Was war das für ein Gefühl, den Protagonisten für „Hotel Rock‘n‘Roll erneut Leben einzuhauchen?

Ostrowski: Es war absolut super und gar nicht schwer. Ich habe diese Figuren alle schon gut gekannt, und sie sich selber auch. Für die Neuen, wie den Johannes Zeiler oder den Gerald Votava, hab‘ ich ein paar Leseproben eingeschoben. Mit dem Gerald hab‘ ich hauptsächlich darüber geredet, was für seinen Charakter der Spirit des Rock‘n‘Roll ausmacht. Was er sich wünschen würde in so einem Hotel.

Wie würden Sie die Trilogie für jemanden beschreiben, der noch nie etwas davon gehört hat?

Gerald Votava: Ausgehend von der existenziell bedrohlichen Frage „Wir brauchen dringend Geld, aber wie?“ lässt sich eine Bande von schlechtest situierten Jugendlichen zwischen 25 und 45 fast nicht aus der Ruhe bringen, um den hedonistischen Lösungsansätzen eines gewissen Max folgend grandios und aufs Vergnüglichste die immer kleiner werdende Welt zu erobern.

Wenn Sie einen Tag eine der Figuren leben müssten – für wen würden Sie sich entscheiden?

Ostrowski: Ich würde gern der Max sein, die Figur, die ich spiele. Und ich würde mir anschauen, wie er wirklich ist, der Maxi, und ob ich ihn auch gut spielen kann.

Warum sollte man sich diesen Film ansehen?

Votava: Die verzaubernde Wirkung des Rock ist ohne Zweifel einzigartig berauschend. Book NOW: Psychedelic Holidays!

Wie gefällt Ihnen das Cinema Paradiso, überhaupt St. Pölten?

Ostrowski: Ein wunderschöner Name und ein guter Ort. Ich hoffe, dass sie im Himmel so ein Kino haben. St. Pölten gefällt mir überhaupt sehr gut: das Riesenrad, das Goldene Dachl, Minimundus – tolle Stadt!

Votava: Das Cinema Paradiso macht seinem Namen alle Ehre. In Sachen Rock‘n‘Roll und in Sachen Film. Große Vorfreude! Und weil grad Geburtstag war: Der Landeshauptstadt sieht man ihr Alter nicht an: sportlich und elegant.