Erstellt am 16. März 2016, 17:34

von Daniel Lohninger

Cooles Design soll Jugendlichen helfen. In der Marktgasse werden künftig Produkte verkauft, die junge Arbeitslose in der eigenen Werkstätte aus Abfall fertigen.

Möbel aus Mülltonnen, Tische aus alten Verkehrszeichen - Upcycling-Artikel wie diese gibt’s künftig in der Marktgasse  |  NOEN, .gabarage

Möbel aus Mülltonnen, Lampen aus Ampelgläsern, Umhängetaschen aus Lkw-Planen oder Ringe aus Snowboar Das sind nur einige der Artikel, die künftig in der Marktgasse verkauft und auch gefertigt werden. 14 Jahre nach der Gründung wagt das Wiener Upcycling-Label gabarage den Sprung raus aus der Bundeshauptstadt und hinein in die NÖ-Landeshauptstadt – und zwar in das ehemalige Noblesse-Lokal in der Marktgasse.

„Alles und jeder hat eine zweite Chance verdient"

Dabei geht es um mehr als originelles Design, wie Trägervereins-Obfrau Gabriele Gottwald-Nathaniel erklärt: „Alles und jeder hat eine zweite Chance verdient. Darum haben wir uns einerseits dem Upcycling verschrieben und beschäftigen andererseits spezifische Zielgruppen.“ Während in Wien chronisch Suchtkranke beschäftigt sind, werden es in St. Pölten beispielsweise Jugendliche sein, die keine Lehrstelle finden. „Ziel ist es, ihnen eine Perspektive zu bieten“, erklärt Standortleiter Stephan Schimanowa. Und das mit einem Projekt, das auf den Säulen Design, Ökologie und gesellschaftliche Verantwortung fuße.

Los geht es am Donnerstag mit einem Pop-up-Store. Hier werden vorerst in Wien gefertigte Waren angeboten. Bereits in einigen Wochen sollen aber Produkte verkauft werden, die von Jugendlichen in der Werkstätte vor Ort erzeugt wurden.