Erstellt am 12. November 2015, 05:28

von Mario Kern

"Danke, Österreich!". 60-jähriger, in St. Pölten wohnender Tschetschene, bedankt sich nach Heilung für medizinische sowie humanitäre Hilfe.

Geheilt und dankbar für die Freundlichkeit ist der 60-jährige Abdulwahat Muhtarov, im Bild mit seiner Tochter Khaba  |  NOEN, Mario Kern

Seit fast zwei Jahren ist Abdulwahat Muhtarov mit seiner Frau und seinen sechs Kindern in St. Pölten. Gemeinsam sind sie aus Grosny vor den Nachwirkungen des Krieges in Tschetschenien geflohen und warten auf einen positiven Asylbescheid. Was der ehemalige Taxi-Fahrer bei der Flucht noch nicht wusste, sondern erst in Österreich erfuhr: Beim mittlerweile 60-jährigen Familienvater wurde Krebs diagnostiziert.

„Ich hatte keine Hoffnung auf Heilung“

Ein zusätzlicher schwerer Schicksalsschlag für die Familie, deren sechs Kinder allesamt in St. Pölten zur Schule gehen. „Ich hatte keine Hoffnung auf Heilung“, erzählt Abdulwahat Muhtarov, übersetzt von seiner zwölfjährigen Tochter Khava. „In Tschetschenien sterben die Menschen wegen Krebs.“

Durch medizinische Behandlung ist der 60-jährige Tschetschene mittlerweile geheilt. Dafür und für die „Freundlichkeit danke ich den Ärzten, Polizei, Verein Wohnen, Diakonie und überhaupt dem Staat Österreich“. Zurück nach Tschetschenien wolle die „hier glückliche Familie“ nicht mehr, der Dank gelte aber bei negativem wie positivem Bescheid. Seine Erfahrungen seien für ihn nicht selbstverständlich, betont Muhtarov: „Ich bewundere die Warmherzigkeit der Österreicher. Und ihr Engagement für außenstehende Menschen.“