Erstellt am 25. November 2015, 04:18

von Mario Kern

Domplatz-Streit dauert an. St. Pöltens VP stellt sich an Seite von Listenführern und Unterzeichnern, Bürgermeister und Plattform-Obmann betonen: „Bedenken werden im Konzept berücksichtigt.“

Der Domplatz bleibt Stein des politischen Anstoßes: Die VP will ihn neben Markt- und Event-Platz auch als Park-Platz, SP und Plattform wollen die »optimale Lösung durch Partizipationsprozess«. Foto: Kern  |  NOEN, Kern

Das Hick-Hack um den Domplatz geht – wenig überraschend – weiter: Nachdem St. Pöltner Gewerbetreibende 200 Unterschriften gegen einen autofreien Domplatz gesammelt haben (

), bezeichnet VP-Vizebürgermeister Matthias Adl das als „klares und aussagekräftiges Votum“. Die VP stehe an der Seite der Innenstadt-Wirtschaft und wolle mehr als eine Betonwüste.

„Dass der Domplatz auch zukünftig als Parkplatz dienen soll, muss außer Streit gestellt werden“, betont Adl. Der Domplatz müsse zudem „endlich Chef-Sache“ werden: „Herr Stadler muss damit aufhören, sich hinter Strohmännern und Scheinpartizipation zu verstecken.“

„Viertel-Optimierung für alle St. Pöltner“

SP-Bürgermeister Matthias Stadler unterstreicht, dass der Partizipationsprozess von der Plattform 2020 gemeinsam mit Experten geführt werde. Und dass die Optimierung des Viertels für alle St. Pöltner das Ziel sei.

Bis zu einer optimalen Lösung würde es noch weitere Diskussionen geben. Wenn die VP aber ständig kommuniziere, dass St. Pölten ein Parkplatzproblem habe, würde sie dem Wirtschaftsstandort massiv schaden.

„Tatsächlich gibt es in der Innenstadt mehr als 16.000 Parkplätze. Das heißt, die Diskussion dreht sich um nicht einmal ein Prozent der City-Parkplätze.“ Und: Adl äußere sich widersprüchlich, indem der Platz mehr als eine Betonwüste, aber gleichzeitig Park-Platz sein solle.

Die Meinungen in der Wirtschaft gehen auseinander, hält Plattform-Obmann Josef Wildburger fest. „Auch in der Gruppe der 200 Unterzeichneten, die im Übrigen wieder nur einen kleinen Teil der Betroffenen darstellen.“ Aber: Die Bedenken der „200“ würden freilich im Konzept berücksichtigt.