Erstellt am 13. November 2015, 05:33

von Daniel Lohninger

Domplatz: Wildburger gegen VP-Burger. xPlattform-Obmann kritisiert Wirtschaftsbund-Obmann, weil er "fehlgeleiteter" Stadtpartei folge. Der ärgert sich: ";Kein guter Ton"

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Dass Mario Burger im NÖN-Interview die Multifunktionalität und möglichst viele Stellplätze für den neuen Domplatz fordert, trägt ihm heftige Kritik von Plattform-2020-Obmann Josef Wildburger ein. In einem Mail – das auch an Finanzminister Hans Jörg Schelling ging – liest der Unternehmer dem Neo-Wirtschaftsbund-Obmann die Leviten, bietet aber zugleich Unterstützung an.

„Es ist nicht Aufgabe des Wirtschaftsbundes, einer fehlgeleiteten Stadtpartei blind in einen in dieser Form aussichtslosen Wahlkampf zu folgen. Dies schon gar nicht, wenn damit der Wirtschaft Schaden zugefügt wird“, betont Wildburger.

Und er argumentiert einmal mehr, dass es nicht nur städtebaulicher, sondern auch wirtschaftlicher Unsinn sei, „viel Geld für die Entwicklung der 1A-Lage Domplatz auszugeben und dann die minderwertige Nutzung als Stellflächen für vornehmlich Dauerparker und Kurzparker zu bevorzugen.“ Die Forderung der Wirtschaft müsse deshalb die Weiterentwicklung des Dom- und Marktviertels sein, was im Widerspruch zur – per Gemeinderatsbeschluss festgelegten – Multifunktionalität des Domplatzes stehe.

„Ich halte nichts von dieser Form der Kommunikation"

„Ich halte nichts von dieser Form der Kommunikation. Es gehört nicht zum guten Ton, sich Meinungen schriftlich unter Einbeziehung der Medien auszurichten“, reagiert Burger. Er stehe für Sachpolitik und einen fachlichen Lösungszugang. Und gerade der Domplatz-Diskussion würde eine Versachlichung guttun. Das Parkplatzthema sei entgegen Wildburgers Behauptung ein Thema der Basis und keines einer „fehlgeleiteten Stadtpartei“. Burger: „Wir kennen die Befürchtungen und Ängste unserer Mitglieder hinsichtlich eines autofreien Domplatzes und wir teilen sie.“

Niemand wolle einen leeren, ungenutzten Platz im Herzen der Stadt. Folglich solle zumindest in den Übergangs- und Wintermonaten weiterhin die Nutzung als Parkplatz möglich sein.

Ein klärendes persönliches Gespräch zwischen Wildburger und Burger soll jetzt helfen, die Wogen zu glätten.