Erstellt am 08. September 2015, 13:29

von Nadja Straubinger

Dreijähriger flog aus Kindergarten. Die Kindergartensaison hat bereits wieder begonnen nicht aber für den kleinen Elias aus St. Georgen

 |  NOEN, Erwin Wodicka
Seine Eltern, beide berufstätig, ärgern sich: „Kurz vor Schulschluss lud man meine Frau und mich zu einem Gespräch in den Kindergarten St. Georgen ein. Laut Kindergartenleitung ist der Umgang mit unserem Sohn sehr schwer und er gehorche nicht. Aufgrund dessen wird er vom Kindergarten abgelehnt  und muss in eine Fördergruppe.“

Gutachten auf eigene Faust

Auf eigene Faust ließen die betroffenen Eltern mehrere Gutachten erstellen. „Diese wurden bei unserem letzten Treffen nicht einmal angesehen. Stattdessen wurde uns mitgeteilt: Entweder Fördergruppe oder kein Kindergartenplatz für Elias“, echauffiert sich der Vater.

Es sei laut Eltern vereinbart worden, dass die letzte Entscheidung Ende der Ferien getroffen wird. Es habe auch einen Termin für eine Schnupperwoche gegeben. „Dieser wurde eine Woche vorher abgelehnt“, sagt der St. Georgener.

Im Kindergarten kam es zu massiven Vorfällen

Auf die Vorwürfe reagiert die Stadt so: „Das betroffene Kindergartenkind besuchte seit Ende Oktober 2014 (mit 2,5 Jahren – freiwilliger Kindergartenbesuch) einen NÖ Landeskindergarten. Bereits in den ersten Wochen kam es im Kindergarten zu massiven Vorfällen.“

Aufgrund dieser Vorfälle habe sich die Kindergartenleiterin an die vorgesetzten Dienststellen das Amt der NÖ Landesregierung und die Stadt St. Pölten gewandt.

Familie hat andere Kindergartenplätze abgelehnt

Auch Elterngespräche haben stattgefunden. „Den Eltern wurde ein Platz in einem anderen NÖ Landeskindergarten angeboten. Dort kann aufgrund der vorhandenen Gruppenbildungen, Kinderzahlen und ständig anwesender Sonderkindergartenpädagoginnen noch bedarfsgerechter auf das Kind eingegangen und pädagogisch wertvoll gearbeitet werden“, so Rathaussprecher Martin Koutny.

Aber: Die Familie habe abgelehnt.  „Eine Versetzung in eine Fördergruppe würde ihn in der Entwicklung zurückwerfen“, sind die Eltern überzeugt.

Weitere Gespräche werden geführt

Seitens der Stadt wird aber versichert, dass es weitere Gespräche mit den Eltern und auch einen Kindergartenplatz - „den pädagogischen Erfordernissen entsprechend“ - geben soll.