Erstellt am 03. Mai 2016, 07:11

von Manuela Mayerhofer

Ende des Freibades ist beschlossene Sache. Der Betrieb des 40 Jahre alten Bades wird endgültig eingestellt. VP stimmte geschlossen dafür, die Opposition dagegen.

Diesen Sommer bleibt das Freibad Pyhra geschlossen. Die Gemeindefunktionäre wollen ein Konzept für eine Generalsanierung erarbeiten.  |  NOEN, Mayerhofer

Das letzte Wort zum Thema Freibad Pyhra ist gesprochen: Bei der Abstimmung in der Gemeinderatssitzung standen zwölf Stimmen für eine Schließung, sieben Stimmen für den Erhalt gegenüber. Die endgültige Einstellung des Badebetriebes sowie die Schließung des Freibades wurde mit den Stimmen der VP-Fraktion beschlossen. SP, NEOS und FP stimmten dagegen.

VP-Bürgermeister Werner Schmitzer erläuterte zu Beginn des Tagesordnungspunktes „Freibad Pyhra“ neuerlich die im Gemeinderat festgelegte Vorgangsweise, dass ein Gutachten die Grundlage für die Entscheidung sein werde. Das Ergebnis dieser Expertise liegt nun vor: Um den Betrieb der Anlage für die nächsten acht bis zehn Jahre zu gewährleisten, wären laut Gutachter Investitionen im Ausmaß von rund 870.000 Euro notwendig.

NEOS-Gemeinderätin Mathilde Fuchs ist überzeugt, dass dieser Kostenrahmen mehr als überzogen ist: „Diese Summe entspricht nicht den im Gutachten unter den unbedingt erforderlichen Investitionen angeführten Aufwendungen“, ist Mathilde Fuchs verärgert. Die Kosten seien „künstlich in die Höhe lizitiert“ worden, um eine Schließung des Bades zu rechtfertigen.

SP: „Es gibt jetzt keinen Treff für Jugendliche“

Keine Wortmeldung während der Gemeinderatssitzung gab es von den Sozialdemokraten. Auf Anfrage der NÖN erklärte der geschäftsführende Gemeinderat der SP-Fraktion Günther Geritzer: „Ich habe mir die Zahlen nochmals angesehen und bin sicher, dass die Gemeinde das Bad mit Investitionen von rund 400.000 Euro wieder aufsperren hätte können. Sanierungsmaßnahmen, die nicht direkt Technik oder Becken betreffen, hätte man danach sukzessive in Angriff nehmen können.“ Jetzt gebe es gar keine Möglichkeit mehr für die Jugendlichen, sich im Sommer zu treffen.

Der NEOS-Vorschlag, einige Maßnahmen nicht durchzuführen, um die Kosten zu reduzieren, fand keine Zustimmung. Denn, so argumentierte VP-Gemeinderat Hannes Fuchs, dann wären die Reparaturen eben in ein, zwei Jahren fällig.

Der Antrag vom Geschäftsführenden NEOS-Gemeinderat Christian Watzl, mehrere Angebote zur Sanierung von diversen Baumeistern einzuholen, wurde mehrstimmig abgelehnt. „Wir ziehen das Thema jetzt nicht mehr in die Länge“, konterte VP-Bürgermeister Werner Schmitzer. Der Gemeinderat habe sich ein Jahr lang mit dem Thema auseinandergesetzt. Bedenken müsse man auch, dass das Bad im Schnitt nur 30 bis 40 Tage im Jahr genutzt werden könne.