Erstellt am 23. September 2016, 07:46

von Beate Steiner

Helene Steiner: Die mit Pflanzen spricht. Youngster-of-Arts-Preisträgerin Helene Steiner war auf der Ars Electronica mit ihrem Projekt „Florence“ vertreten, das Kommunikation mit Gewächsen ermöglicht.

Helene Steiner (Mitte) mit ihren Microsoft-Kollegen Asta Roseway und Paul Johns auf der Ars Electronica in Linz.  |  NOEN, NÖN

Es war eines der meistpublizierten Fotos der diesjährigen Ars Electronica in LInz: Das Bäumchen in der Glaskugel, das mit der Produktdesignerin und Forscherin Helene Steiner spricht. Die 29-jährige St. Pöltnerin entwickelte das Gerät, das elektrische Impulse von Pflanzen in für Menschen verständliche Botschaften übersetzt, für Microsoft Research.

„Florence ist Schnittstelle zwischen der Natur und der digitalen Welt. Wir erfahren, wie die Pflanze fühlt und welche Bedürfnisse sie hat“, erklärt Helene Steiner. In Zukunft soll „Florence“ unter anderem Landwirte und Gärtner bei ihrer Tätigkeit unterstützen. „Florence“ ist jetzt ein Jahr in Linz zu bewundern und ist dort für den „Fastco-Innovation-Award“ nominiert.

„Florence ist Schnittstelle zwischen der Natur und der digitalen Welt"

Und Helene Steiner war auf dem weltgrößten Festival digitaler Kunst auch noch an einem zweiten herausragenden Projekt beteiligt: Im Ars Electronica Center war „bioLogic“ zu sehen, das vielfach preisgekrönte Textil der Tangible Media Group des Massachusetts Institute of Technology (MIT), an dem die St. Pöltnerin mitgewirkt hatte.

Ihr nächstes Projekt führte die umtriebige 29-Jährige gleich danach nach Rio de Janeiro: Bei den Paralympics testete sie mit blinden Sportlern digitale Möglichkeiten, die das Leben sehschwacher Menschen erleichtern können.

Die Karriere der Youngster-of-Arts-Preisträgerin hat an der New Design University begonnen und führte sie über die Bauhaus-Uni in Weimar zum MIT und zum Royal College of Art in London, wo sie demnächst auch unterrichten wird.