St. Pölten

Update am 18. Oktober 2016, 09:06

von Mario Kern

Kabelfehler „narrt“ die EVN. Schaden an Kabel macht sich immer wieder bemerkbar, EVN versucht zurzeit, genaue Stelle zu lokalisieren. Problem könnte heute noch öfter auftauchen.

Abermals kam es in Teilen St. Pöltens zu Stromausfällen ...  |  Ö-News/ St. Öllerer

Ein besonders vertrackter Fehler hält derzeit die EVN auf Trab: Zwei Mal kam es am Vormittag bereits zu Stromausfällen – Grund ist ein Kabelfehler, der nur kurz auftritt. „Danach ist alles gleich wieder in Ordnung“, verrät EVN-Geschäftsstellenleiter Herbert Bugl. „Das Problem dabei ist aber, dass wir so das Gebrechen nicht orten können.“ Klar ist nur, dass das Kabel irgendwo zwischen Heidenheimstraße, Steinergasse, Domplatz und Rathausplatz liegt.

Somit könne es jederzeit wieder zu Ausfällen kommen, erklärt Bugl. Derzeit werden alle überirdischen Möglichkeiten geprüft. Sollte sich das beschädigte Kabel aber unter der Erde befinden, kann die EVN die Schadstelle erst bei einem längeren Ausfall orten. Mit dem gestrigen Stromausfall im Westen St. Pöltens hat das heutige Gebrechen nichts zu tun, betont Bugl. Betroffen sind diesmal rund 2.500 Haushalte.

Kabelkratzer legte zuvor 4.000 Haushalte lahm

Der Defekt ist ein Folgefehler des großflächigen Stromausfalles in der Nacht auf Sonntag – betroffen waren dabei bis zu 4.000 Haushalte in Stattersdorf und Harland, aber auch in der Innenstadt und deren Umgebung bis hin zum Mühlweg. Auch im Universitätsklinikum war der Strom weg, hier lieferten aber die Notstromaggregate lebenswichtige Elektrizität.

Noch in der Nacht wurde das beschädigte Kabel repariert. Nach zweieinhalb Stunden waren alle Haushalte wieder im Netz. Der Ausfall war einem Kabelschaden zu „verdanken“, der sich erst jetzt bemerkbar gemacht hat „Im Stadtgebiet wird viel gegraben. Ein kleiner Kratzer genügt und der Schaden ist da. Der kann dann erst viel später zu Tage treten“, so Bugl.