Erstellt am 29. März 2016, 15:11

von NÖN Redaktion

Erstes interdisziplinäres Schmerzzentrum Ostösterreichs eröffnet. Mehr als 1,5 Millionen Menschen mit chronischen Schmerzen leben schätzungsweise in Österreich.

Dr. Alexander Buzath, Doz. Dr. Bernd Angermayr und Bürgermeister Mag. Matthias Stadler  |  NOEN, Josef Vorlaufer

Patienten, die mit herkömmlichen Schmerzmitteln nicht ausreichend behandelt werden können, benötigen eine Therapie in einer Schmerzambulanz. In St. Pölten eröffnet nun in der Grenzgasse bei „ärzte im zentrum“ das erste interdisziplinäre Schmerzzentrum Ostösterreichs auf Wahlarztbasis.

Aufgrund der großen Anzahl von Schmerzpatienten und einem Mangel an zeitlichen, personellen und finanziellen Ressourcen kommt es zu einem zunehmenden Engpass in der Versorgung. Alleine in den letzten 5 Jahren wurden 20% der Schmerzambulanzen in Österreich geschlossen. Diese Engpässe können im niedergelassenen Kassenarztbereich nicht ausgeglichen werden, da die Diagnostik und Therapie zeitintensiv sind und von den Krankenkassen nicht abgegolten wird. Außerdem sollte eine moderne Schmerztherapie interdisziplinär erfolgen, das heißt, ein Schmerzpatient sollte vom Schmerztherapeuten und dem auf die zugrundeliegende Erkrankung spezialisierten Arzt behandelt werden.

Schmerztherapie in zentraler Lage

In Ostösterreich gab es bisher kein interdisziplinäres Schmerzzentrum, wie es von führenden Fachgesellschaften gefordert wird. Bei ärzte im zentrum St. Pölten wurde nunmehr das erste private multimodale interdisziplinäre ambulante Schmerzzentrum von Bürgermeister Mag. Matthias Stadler eröffnet. Dr. Alexander Buzath, Facharzt für Anästhesie, ist Schmerzspezialist und betreut dort Patienten mit akuten undchronischen Schmerzen zusammen mit den 30 anderen spezialisierten Fachärzten im Team. „Erst durch unser breites Fachspektrum, mit dem wir Österreichs größtes Fachärztezentrum sind, sind eine interdisziplinäre und nachhaltige Schmerzabklärung und Schmerztherapie sinnvoll“, erklärt Doz. Dr. Bernhard Angermayr, Gründer und Leiter von ärzte im zentrum.

"Ich freue mich, dass ärzte im zentrum wieder einmal ein neues innovatives Gesundheitsangebot in St. Pölten startet und somit dazu beiträgt, St. Pölten zur fittest City of Austria zu machen", freut sich Bürgermeister Stadler. "Durch die zentrale Lage in St. Pölten ist das neue Schmerzzentrum für viele Patienten aus Ostösterreich - auch von Wien aus - rasch und unkompliziert zu erreichen“, so Stadler.

Ursachen aufspüren, Schmerzen lindern

Bei "schmerztherapie im zentrum" wird großer Wert darauf gelegt, dass kurzfristige Termine ohne lange Wartezeit angeboten werden können und viel Zeit für den einzelnen Patienten zur Verfügung steht. Durch die zahlreichen Experten vor Ort ist eine reibungslose und effektive interdisziplinäre Zusammenarbeit sichergestellt. Konkret läuft ein Erstbesuch bei "schmerztherapie im zentrum" so ab: Der Patient kommt mit allen Befunden und seiner aktuellen Medikamentenliste zu Dr. Alexander Buzath. In einem ausführlichen persönlichen Gespräch werden alle relevanten Informationen detailliert erhoben (Schmerzanamnese) und es erfolgt eine orientierende körperliche Untersuchung.

Anhand der erhobenen Befunde wird gemeinsam mit dem Patienten ein individueller Behandlungsfahrplan erstellt. Nach Möglichkeit werden bereits beim Ersttermin Maßnahmen ergriffen, die zu einer unmittelbaren Verbesserung führen. Parallel erfolgt bei Bedarf eine interdisziplinäre Abklärung der Schmerzursache mit den anderen Spezialisten bei ärzte im zentrum und eine darauf aufbauende weitere Optimierung der Behandlung. Das Ziel ist es, nicht nur das Symptom „Schmerz“ zu lindern, sondern dem Schmerz auf den Grund zu gehen und ihn an seiner Wurzel zu behandeln.

Typische Krankheitsbilder für ein interdisziplinäres Schmerzteam sind:

  • Rückenschmerzen (z.B. Schmerzen im Bereich der Lenden- oder Halswirbelsäule)
  • Kopf- und Gesichtsschmerzen (z.B. Spannungskopfschmerz, Trigeminusneuralgie)
  • Gelenk-, Muskel- und Weichteilschmerzen (z.B. rheumatische Schmerzen, Fibromyalgiesyndrom)
  • Nervenschmerzen (z.B. Polyneuropathie, Phantomschmerzen, komplexes regionales Schmerzsyndrom)
  • Tumorschmerzen
  • Schmerzen nach Operationen
  • Schmerzen bei Durchblutungsstörungen
  • Schmerztherapie bei Kindern

Der Besuch bei “schmerztherapie im zentrum” erfolgt auf Wahlarztbasis.