Erstellt am 22. April 2017, 05:22

von Mario Kern

„Simulatoren ersetzen nicht die Fahr-Praxis“. Fahrschul-Fachvertreter und Sauer-Chef Richard Mader setzt weiter auf traditionelle praktische Ausbildung.

Richard Mader sieht trotz verstärkter Automatisierung eine Zukunft für Fahrschulen.  |  NOEN, Mario Kern

In nordischen Ländern wird schon im Simulator das Fahren gelernt. Dort bedienen sich Fahrschulen etwa für Nachtfahrten solcher Geräte. Auch in Deutschland kommen Technik-Simulatoren zum Einsatz, weil es im Vergleich zu Österreich keine Übungsplätze gibt.

„Ein Fahrsimulator kann die praktische Ausbildung aber nicht ersetzen“

„Ein Fahrsimulator kann die praktische Ausbildung aber nicht ersetzen“, ist der Fachvertreter der NÖ Fahrschulen Richard Mader überzeugt. Als Unterstützung seien die Geräte aber langfristig nicht aufzuhalten, betont der Inhaber der Fahrschule Sauer – beispielsweise zum Automatisieren technischer Vorgänge wie Blinken, Aufblenden und Lenken.

„Um bei uns nachhaltig zum Einsatz zu kommen, sind die Simulatoren aber noch zu wenig ausgereift.“ Sollte die Technik den Anforderungen entsprechen, wäre Mader bereit, für seine Fahrschule eine solche Maschine anzukaufen. „Natürlich spiele ich mit dem Gedanken, einen Simulator zu kaufen. Es geht mir aber um erster Linie um den Nutzen für den Kunden. Aus reiner Spielerei tue ich das nicht.“

„Menschen werden Führerschein brauchen“

Auch durch selbstfahrende Autos sieht Mader die Fahrschulen nicht gefährdet. „Noch gibt es kein flächendeckendes Netz, die Versicherungsfragen sind nicht geklärt.“ Die Technik sei zwar weit fortgeschritten. „Menschen werden trotzdem einen Führerschein brauchen, weil sie selbst mobil sein wollen.“