Erstellt am 14. Januar 2016, 15:53

von Alex Erber

Falsche Polizisten kamen drei Mal. 86-Jähriger wurde schon zwei Mal Opfer. Jetzt sollte er auf Fotos die Täter identifizieren.

 |  NOEN, APA
Das ist an Dreistigkeit nicht mehr zu überbieten: Am Dienstag-Nachmittag läuteten zwei Männer an der Wohnungstür eines 86-jährigen Mannes und gaben sich als Polizisten aus. Die angeblichen Zivilpolizisten wiesen sich jedoch mit keinem Ausweis oder sonstiger Marke aus.

Bereits im Jahre 2014 waren dem Pensionisten mit dem gleichen Polizistentrick 5.000 Euro und im Jahre 2015 160 Euro durch die gleiche Vorgehensweise aus der Wohnung gestohlen worden.

Nun tauchten die angeblichen Polizisten erneut auf und wollten dem betagten Mann zwei Fotos zwecks Wiedererkennung der Täter zeigen. Ein Mann nahm in der Küche Platz, sein Komplize wollte die Geldbörse des 86-Jährigen sehen.

Dienstausweis vorweisen lassen!

Da sich kein Bargeld in der Geldbörse befand, verließen die falschen Polizisten nach zehn Minuten wieder die Wohnung. Gestohlen wurde dieses Mal nichts.

Ein Wiedererkennen der angeblichen Zivilbeamten und der vorgewiesenen Fotos sowie eine Personsbeschreibung der Verdächtigen sind aufgrund der Sehstärke des 86-Jährigen nur sehr vage möglich. Die Erhebungen seitens der Polizei ergaben jedenfalls, dass kein tatsächlicher Polizist des Stadtkommandos St. Pölten zur Tatzeit bei dem 86-jährigen Pensionisten war.

Die Exekutive empfiehlt, von zivilen Polizeibeamten stets den Dienstausweis vorweisen zu lassen.