Erstellt am 12. Mai 2014, 07:45

Fassade sorgt für Aufsehen. Gestaltung / NV-Passage ziert ein buntes Graffiti. Das Denkmalamt erwartet, dass es entfernt wird.

Zufrieden mit der Gestaltung der Fassade ist Monte Hegro-Chef Daniel Zinner.  |  NOEN, Foto: Jutta Streimelweger

ST. PÖLTEN / Für einen Farbklecks in der Innenstadt hat die neue Fassadengestaltung des Domgassen-Eingangs des NV-Centers gesorgt – aber auch für Diskussionen. NV-Immobilienchef Manfred Wohlmetzberger hält fest: „Wir haben uns das Ganze lange überlegt.“

Monte Hegro-Boss Daniel Zinner ist sicher, dass die Fassade gefällt: „Viele sind auf mich zugekommen und haben sich begeistert gezeigt.“ Die Optik füge sich auch toll in die Innenstadt ein. Laut Wohlmetzberger habe sich auch der Bürgermeister über die neue Gestaltung gefreut. Und der Werbeeffekt sei groß, betont Zinner: „Das NV-Center ist belebter denn je.“ Davon soll auch die Kunstausstellung im NV-Center ab 22. Mai profitieren.

Nur eine „temporäre Aktion“?

Während die Stadt davon ausgeht, dass es sich bei der Gestaltung der denkmalgeschützten Fassade nur um eine „temporäre Aktion“ handelt, sieht Wohlmetzberger das anders: „Wir lassen es auf uns zukommen, ob die Behörde uns zwingen wird, die neue Fassadengestaltung wieder zu entfernen.“

Für das Denkmalamt ist klar: Die Graffiti-Bemalung muss nach dieser „konsenslosen Bemalung“ wieder runter. „Die josephinische Fassade des Hauses Domgasse 4 ist eines der raren Beispiele an erhaltenen Fassaden aus der Stilrichtung des Klassizismus in St. Pölten“, erklärt Margit Kohlert.