Erstellt am 26. April 2016, 19:54

von Mario Kern

Feinschliff für die "Stadtgeschichten". Vor der Premiere am 29. April laufen die Proben auf Hochtouren. Die neun Aufführungen sind nahezu ausverkauft.

Die Sponsoren der „Stadtgeschichten“, die die einzelnen „Bühnen“ zur Verfügung stellen: Horst Turek, Bürgermeister Matthias Stadler, Diözesanbischof Klaus Küng, Peter Lafite, Erika Turek, Helmut Hauser und Christian Geppner, im Bild mit Theater-Geschäftsführerin Olivia Khalil (2. v. l.) und Intendantin Bettina Hering (5. v. r.).  |  NOEN, Mario Kern

Seit Jänner proben 54 Laienschauspieler für die „Stadtgeschichten“, die neue Bürgertheater-Produktion des Landestheaters. Zuletzt drei Mal wöchentlich, am Wochenende erstmals direkt in der Innenstadt. „Vorher haben wir die einzelnen Stadtgeschichten auf mehrere Proberäume aufgeteilt“, erklärt Leiterin und Regisseurin Renate Aichinger.

Die Geschichten stammen von den Literaten Zdenka Becker, Moritz Beichl, Bernhard Moshammer, Cornelia Travnicek, Michael Ziegelwagner und Aichinger selbst. Aufgeführt werden sie im Rathaus, am Herrenplatz, in der Sparkassen-Aula, in der Herrengasse, im Mary-Ward-Kloster in der Linzer Straße, im Steingöttersaal und im Sommerrefektorium. Das Publikum wird durch die Innenstadt zu den einzelnen Szenen geführt. „Aber nicht in chronologischer Reihenfolge. Die ist nicht notwendig.“

Weiterentwicklung der Bürgertheater-Produktion

Bei den „Stadtgeschichten“, der mittlerweile vierten Bürgertheater-Produktion, sind viele Darsteller der Nestroy-prämierten „Glanzstoff“-Produktion an Bord. „Ich bin sehr zufrieden, da ist auch eine schöne Weiterentwicklung passiert. Wir haben auch einige neue Bürger dabei.“

Herausfordernd am Stück selbst sei die logistische Arbeit, die Laufwege zu den Szenen zu gestalten. „Die Auswahl war auch schwierig, schließlich müssen ja alle fußläufig erreichbar sein und auch für die Stories passen. Solche tollen Spielorte sind nicht beliebig verfügbar.“ Derzeit arbeitet Aichinger mit ihrem Team am Feinschliff.

Die neun Termine seien fast alle ausverkauft, freut sich Renate Aichinger. „Wir prüfen gerade, ob wir die Vorstellungen aufstocken können.“

Mit einem erneuten Nestroy-Preis rechnet Aichinger nicht. „So etwas passiert nicht jedes Jahr. Aber der Preis hat uns gepusht. Das hat der Truppe viel Aufwind und Vertrauen in die eigenen Leistungen gegeben.“