Erstellt am 30. Januar 2016, 05:33

von Nadja Straubinger

Feldsperling auf Platz eins. Obwohl er nur in rund der Hälfte der Gärten gesichtet wurde, stellte er diemeisten Exemplare und verdrängte die Kohlmeise auf Platz zwei, dahinter liegt die Amsel.

 |  NOEN, zVg

St. Pöltner Naturfreunde waren auch dieses Jahr bei der „Stunde der Wintervögel“ dabei, zu der österreichweit von BirdLife aufgerufen wurde. 132 Teilnehmer legten sich heuer in St. Pölten auf die Lauer. Die Rekordbeteiligung vom Vorjahr konnte heuer aber nicht übertroffen werden. Damals waren 176 Vogelzähler am Werk.

Bei der Aktion wurden an einem von vier vorgegebenen Tagen eine Stunde lang die Vögel im eigenen Garten gezählt. „Ziel der wissenschaftlichen Mitmachaktion ist es, Erkenntnisse über das Vorkommen der Vogelarten zu gewinnen“, heißt es von BirdLife.

Heuer wurden insgesamt 3.800 Vögel gezählt. Obwohl aufgrund der geringeren Teilnehmerzahl insgesamt um 1.166 weniger Federfreunde gesichtet wurden, ist die Anzahl pro Garten gleich geblieben. Durchschnittlich
41 Tiere erspähten die Hobby-Ornithologen pro Garten.

Feldsperling als "Aufsteiger des Jahres"

Aufsteiger ist dieses Jahr der Feldsperling, der den ersten Platz belegt (2015 lag er auf dem dritten Platz). 525 Exemplare wurden in 49 Gärten gesichtet. Er kommt damit zwar nur in rund 53 Prozent der Gärten vor, aber dafür in größerer Anzahl als die anderen Vögel. Der Feldsperling verdrängt damit den Vorjahressieger, die Kohlmeise, auf den zweiten Platz, obwohl diese in fast allen Gärten (95 Prozent) vorkommt. Platz drei belegt die Amsel, die in genauso vielen Gärten gesichtet wurde.

Auch mehr Exemplare von Buchfink, Aaskrähe, Saatkrähe und Türkentaube wurden gesichtet. Die Absteiger des Jahres sind Haussperling, Blaumeise, Stieglitz, Bergfink und Tannenmeise. „Auffällig ist, dass es in St. Pölten nicht ganz so viele Erlenzeisige gab wie in anderen Bundesländern“, berichtet Bettina Klöpzig von BirdLife. Der sonst sehr häufig gesichtete Erlenzeisig ist in St. Pölten nicht einmal unter den Top 20.