St. Pölten

Erstellt am 02. Dezember 2016, 06:00

von Maria Prchal

Computerklang aus Lautsprecherorchester. Beim IMAkusmonium entführte das Wiener Akusmonium in eine eigene Welt des Hörens in leer stehender Voith-Halle.

Mauricio Valdes, Heidrum Schramm, Kuratorin Elisabeth Schimana, Peter Trabitzsch (vorne), Flo Menezes, Peter Szely, Thomas Gorbach, Tobias Schubert, Mario Cavasino und Lukas Löcker verzauberten das Publikum mit verschiedensten Klangexperimenten.  |  NOEN, Prchal

32 Lautsprecher, eine alte Industriehalle und ein Kollektiv an kreativen Köpfen – das war das Festival IMAkusmonium. Unter der Federführung der Leiterin des IMA Instituts für Medienarchäologie in St. Pölten, Elisabeth Schimana, verwandelte sich die leer stehende Voith-Halle 88 in einen ganz besonderen Klangraum.

Denn für drei Tage fand das Wiener Akusmonium mit über zehn Künstlern dort eine Heimat. Das Akusmonium ist ein weltweit einzigartiges Instrument und besteht grob aus einem Mischpult sowie 32 im Raum verteilten Lautsprechern, die so das Publikum umgeben. Damit kann der Künstler die Zuhörer in eine ganz eigene Welt entführen und ihn rundum in ein spezielles Klangerlebnis eintauchen lassen.

Doch nicht nur professionelle Künstler wie Akusmonium-Gründer Thomas Gorbach oder eben Elisabeth Schimana, die ihr neues Werk „In die Sonne“ präsentierte, gestalteten mit ihren computergenerierten Sounds und Geschichten das Festival.

Studenten versuchten sich am Mischpult

Die Woche davor fand in der FH St. Pölten nämlich ein Workshop statt, bei dem auch Studenten die Möglichkeit gegeben wurde, sich am Mischpult zu versuchen. Diese Werke durften sie im Rahmen des Festivals vorstellen.

Die Halle 88 wurde zum ersten Mal zu einem Konzertort umfunktioniert, doch das Konzept ging auf: Die ungeschönte Industriehalle trug eindeutig zur besonderen Atmosphäre des Festivals bei. „Aus der Spannung zwischen Klangqualität und Raumformation ergibt sich eine schlüssige Interpretationsanweisung“, erklärt Gorbach über die einzigartige Konzertreihe mit dem Akusmonium. „Diese kann dann notiert werden und dient als Ausgangspunkt für das Spiel am Akusmonium.“