St. Pölten

Erstellt am 26. Juni 2017, 13:54

von NÖN Redaktion

Ressel-Zentrum wird ausgebaut. Mehrere Änderungen stehen an: Es wird zusätzliches Forschungsmodul, mehr Budget und neue Partner geben.

Zentrumsleiter Sebastian Schrittwieser: „Ziel ist es, zielgerichtete Angriffe auf Server zeitnah zu erkennen.“  |  NOEN, Martin Lifka Photography

Im Josef Ressel Zentrum in St. Pölten entwickeln Forscher Verfahren, mit denen Unternehmen vor gezielten IT-Angriffe geschützt werden können. Im dritten Jahr seines Bestehens wird es jetzt ausgebaut. Hinzu kommt ein neues Modul, das von der Wiener SBA Research als externer Partner bearbeitet wird. Auch bestehende Module werden erweitert. Somit steigt das Budget von rund 1,3 auf rund 1,8 Millionen Euro.

Das neue Forschungsmodul untersucht sogenannte Containervirtualisierungen, eine Technik der IT-Branche, bei der auf einem physischen Server und Betriebssystem mehrere Serverdienste parallel laufen. „Die Container sind voneinander getrennt, jedoch nicht so stark, wie bisher mit der vollständigen Virtualisierung ganzer Betriebssysteme. Mit dem neuen Modul erforschen wir, wie man sicherheitsrelevante Dienste mit Hilfe von ressourcenschonenden Containern betreiben kann“, sagt Zentrums-Leiter Sebastian Schrittwieser .

Für Cyber-Angriffe rüsten

Die beiden anderen Module des Ressel-Zentrums untersuchen Sicherheitsaspekte gezielter IT-Angriffe auf System- und Software-Ebene. „Ziel der Module ist es auch, zielgerichtete Angriffe auf Server zeitnah erkennen zu können, etwa schon in der ersten Phase eines Einbruchs in ein IT-System“, erklärt Schrittwieser.

Eine Änderung gibt es auch bei den bestehenden Partnerfirmen des Zentrums: Neuer Partner ist die Firma CyberTrap, eine Ausgründung des bisherigen Partners SEC Consult Unternehmensberatung GmbH. Dritter Firmenpartner ist die IKARUS Security Software GmbH.