Erstellt am 25. Dezember 2015, 07:58

von Birgit Kindler

Fifty schließt für immer. Ende einer Vorstadtdisco / Der Club war fixer Bestandteil in der „Fortgehszene“ der Jugendlichen. Nach 700 Veranstaltungen mit Evil Jared oder den Mondscheinern ist Schluss.

Manfred Kotrnetz (Koda), Harald Keil (King Harry) und Gerhard Pree (Gerli) im Fifty. Am 26. Dezember hat der Club noch ein letztes Mal geöffnet.  |  NOEN, Kindler

 Zwölf Jahre lang war das Fifty fixer Bestandteil in der Abendplanung der Jugendlichen. Am kommenden Samstag, 26. Dezember, geht eine Ära zu Ende. An diesem Abend hat der legendäre Club in Asperhofen beim Gasthaus Pree das letzte Mal geöffnet.

„Ich habe mir mit dem Fifty einen Lebenstraum erfüllt“, so Inhaber Gerhard Pree, natürlich sei er wehmütig, wenn er jetzt zusperrt. Aber es sei eben nicht nur das Fifty, sondern auch er selbst in die Jahre gekommen.

Neben dem Alter habe es aber auch noch andere Beweggründe gegeben, das Lokal zu schließen. „Die ausufernden Vereinsfeste, zahlreiche gewerberechtliche Auflagen sowie das selbstständigenfeindliche Klima trugen ebenfalls zu dieser Entscheidung bei“, sagt Pree.

12 Jahre - 700 Veranstaltungen

Das Verhältnis zur Polizei sei auch nicht immer positiv gewesen. „Einmal durchsuchte sogar die Suchtgiftbehörde mit Hunden das Lokal, gefunden wurde aber nichts“, erzählt Pree. Auch das geplante Rauchverbot würde eine Rolle spielen.

Insgesamt an 700 Abenden war die Disco geöffnet. „Sogar Evil Jared von der Bloodhound Gang und Mondscheiner gastierten bei uns in Asperhofen“, ist Pree stolz auf die Events. Besonders viele Leute seien auch zum Level 2-Festival gekommen. Stammgäste auf der kleinen, aber feinen Bühne seien Sensylis und der PBH-Club gewesen.

Am 26. Dezember wird im Fifty noch einmal richtig gefeiert. Die Gruppe Turbobier wird am letzten Abend für Stimmung sorgen (Eintritt im Vorverkauf 8 Euro). Für Bälle und besondere Veranstaltungen will Gerhard Pree die Räumlichkeiten auch in Zukunft öffnen.