Erstellt am 14. September 2015, 06:52

von Daniel Lohninger

Flugrettungs-Pionier kaufte Retter-Haus. Christian Steindl (IFRA) will vorerst 20 Flüchtlingen einquartieren. Langfristig hat er größere Pläne.

Christian Steindl kaufte die ehemalige Dienststelle des Grünen Kreuzes in der Mariazeller Straße. Hier könnten bald zwanzig Flüchtlinge ein neues Zuhause finden.  |  NOEN, Maria Prchal

Nach zehn Jahren in St. Pölten schloss das Grüne Kreuz mit Ende März die Dienststelle in der Mariazeller Straße. Jetzt hat die Liegenschaft einen neuen Eigentümer: Flugrettungs-Pionier Christian Steindl kaufte das Gebäude.

Sanierungen beginnen in Kürze

„Das Gebäude ist an sich in einem guten Zustand. Wir beginnen bereits diese Woche mit der Sanierung der Fassade“, erklärt Steindl auf NÖN-Anfrage. Sobald die Arbeiten abgeschlossen werden, möchte Steindl das Haus vorübergehend für etwa 20 Flüchtlinge zur Verfügung stellen. „Im Gebäude ist alles vorhanden, die Räumlichkeiten wären nach Abschluss der Reparaturarbeiten nutzbar“, so Steindl. Eine Begehung mit der Caritas finde bereits diese Woche statt, auch der Bürgermeister sei informiert worden.

Nachtdienstzentrale als mögliche Vision

Langfristig hat Steindl am Standort größere Pläne. Eine Übersiedelung der derzeit am Schießstattring beheimateten Zentrale des Internationalen Flugrettungsdienstes Austria (IFRA) gehört zwar nicht dazu, aber so Steindl: „Meine Vision wäre es, die Nachtdienstzentrale in diesem Gebäude einzurichten und das mit Betreutem Wohnen zu verbinden.“ Entsprechende konkrete Pläne dazu gebe es aber derzeit noch nicht.
Derzeit sind bei IFRA laut Steindl insgesamt zwanzig Mitarbeiter beschäftigt. Neben der Abwicklung von internationalen Ambulanzflügen zählt die Koordinierung der Hilfe bei Pannen von ausländischen Autofahrern auf österreichischen Straßen zu den Kernaufgaben des IFRA.