Erstellt am 25. Dezember 2015, 05:28

von Mario Kern

Frischer Wind für den Samariterbund. Nach vergangenen Querelen richtet sich der ASBÖ unter Obmann Markus Voglauer auch inhaltlich neu aus.

 |  NOEN, Kern

Mit Markus Voglauer hat der Arbeitersamariterbund St. Pölten den zweiten neuen Obmann in diesem Jahr. Er wurde Ende November samt neuem Vorstand – mit den beiden bisherigen Stellvertretern Anita Zinner und Herbert Kraus – gewählt. Er löst damit Alt-Obmann Günther Huber ab, der erst im Februar das Amt samt interner Differenzen über die inhaltliche ASBÖ-Ausrichtung von Wolfgang Daxböck geerbt hatte. „Da hatte es Dissonanzen im Vorstand sowie zwischen Vorstand und Mitgliedern gegeben“, erklärt Markus Voglauer. „Diese Probleme konnten aber auch vom nächsten Vorstand nicht gelöst werden.“

Günther Huber sei in der Folge im September „aufgrund unüberbrückbarer Differenzen innerhalb des Vorstandes zurückgetreten“ –  der NÖN wollte er dazu keine Stellungnahme abgeben. Ein intensiver Prozess mit zahlreichen Diskussionen folgte, im Zuge dessen sich der in Pyhra wohnende TV-Produzent und Christophorus-Flugretter Markus Voglauer als Vermittler etablierte.

„Ich wurde dann gefragt, ob ich als Obmann zur Verfügung stünde.“ Der 43-jährige gebürtige Tiroler ist seit 2008 beim
ASBÖ St. Pölten, arbeitet in Tirol immer noch freiwillig beim Roten Kreuz. „Damit bin ich wohl bundesweit der einzige ASBÖ-Obmann, der auch für das Rote Kreuz fährt.“

„Aufbruchsstimmung nach den Querelen“

Die internen Querelen seien nun gänzlich beigelegt, freut sich Voglauer über die positive Aufbruchsstimmung im 170 Mitglieder starken Verein. Im regelmäßigen Newsletter werden die Mitglieder über Entwicklungen und anstehende Entscheidungen informiert. Der neue Vorstand hat auch eine strategische Neuausrichtung in die Wege geleitet: So wird eine neue Struktur mit klaren Zuständigkeiten eingeführt.

Neu sind auch ein Freiwilligenkoordinator und ein Einsatzleiter-Rettungsdienst, der große und schwierige Einsätze koordinativ begleitet. Zudem wird der Notarztwagen auf ein Notarzteinsatzfahrzeug umgestellt, bei dem immer ein Notfallsanitäter mitfährt. „Damit erfährt der St. Pöltner Samariterbund noch einmal eine Qualitätssteigerung“, so Voglauer.