Erstellt am 23. Oktober 2015, 15:02

von Mario Kern

Gala feiert Geburtstag. Staatsopern-Diva Alexandra Reinprecht und Sänger-Kollegen halten in St. Pölten die WTradition der Operette mit Leidenschaft" hoch. Zukunft der Eventreihe ist noch ungewiss.

Operetten-Freund Hermann Nonner (2. v. l.) bringt bei der mittlerweile zehnten Operettengala Alexandra Reinprecht, Katrin Fuchs und Andreas Sauerzapf (3. bis 5. v. l.) sowie das Ballett St. Pölten mit den Tänzerinnen Rebeka Papp und Maja Mayzel in die Bühne im Hof.  |  NOEN, Mario Kern

Die mittlerweile zehnte Operettengala in der Landeshauptstadt haben die Freunde der Operette unter Obmann Hermann Nonner vorbereitet: Am Dienstag, 10., und Mittwoch, 11. November treten im Rahmen der Jubiläumsgala Staatsopern-Sängerin Alexandra Reinprecht, Volksopern-Tenor Mehrzad Montazeri (er springt für Vinzent Schirrmacher ein), Volksopern-Bariton Marco di Sapia, Katrin Fuchs und Andreas Sauerzapf von der Bühne Baden sowie Tenor und Intendant Wilhelm Schupp in der Bühne im Hof auf.

Schöne und wertvolle Erinnerungen

Opern-Star Reinprecht, die ebenso wie Andreas Sauerzapf bei Operetten-Veteran Wilhelm Schupp die ersten Schritte im Genre wagte, verbindet mit St. Pölten schöne und wertvolle Erinnerungen: „Meine Mutter Elfriede Mohrenberger war jahrelang die Diva im Stadttheater. Diese Produktionen damals haben mich sehr geprägt.“

Die Tradition der Operette gehöre weitergepflegt, das Feuer müsse weitergegeben werden, so Reinprecht. „Das geht nur, wenn man die Operette leidenschaftlich vorträgt. Leidenschaft gehört aber auch dazu, diese Galas und Revues hier alljährlich zu organisieren.“

Andreas Sauerzapf ergänzt, die Operette werde seit 20 Jahren totgesagt. „Sie stirbt aber nie. Das liegt hier in St. Pölten daran, dass auf Interpreten gesetzt wird, die das Genre beherrschen und nicht halbherzig auf der Bühne stehen. Und das kommt natürlich gut an.“

Die tänzerische Gestaltung des Abends besorgt einmal mehr Michael Fichtenbaum mit seinem Europaballett St. Pölten – unter anderem mit der „Bauernpolka“ von Johann Strauss, aber auch zur Musik von Georges Bizet. Die Musik steuert erneut das Ortner-Orchester unter Leiter Wolfgang Ortner bei.

Weitere Events sind noch nicht fixiert

Die Operetten-Events haben in der Landeshauptstadt einen Stellenwert erreicht, der sich in ganz Österreich sehen lassen könne, betont Operettenfreunde-Obmann Hermann Nonner. Wie es mit den Operetten-Veranstaltungen in den nächsten Jahren weitergeht, steht für Nonner – der weiterhin einen Nachfolger sucht –noch in den Sternen: „Ich habe Planungen, etwa für die sechste Revue Mitte Mai. Wer weiß, was das nächste Jahr bringt“, spricht Nonner seinen gesundheitlichen Zustand an –  er hatte im Vorjahr zwei Schlaganfälle.