Erstellt am 27. April 2016, 05:54

von Mario Kern

"Gehe nicht wegen Wahl". VP-Stadträtin Ulrike Nesslinger über Neider, Enkerl und ihre Arbeit im Gemeinderat.

 |  NOEN, Mario Kern

Nach 15 Jahren im Gemeinderat, fünf davon im Stadtsenat, verabschiedet sich Ulrike Nesslinger aus der Stadtpolitik.

NÖN: Sie sind mit 78 Vorzugsstimmen an elfter Stelle gelandet. Bei den vom Parteivorstand besetzten Plätzen wurden Sie nicht berücksichtigt.
Ulrike Nesslinger: Weil ich es so wollte. Ich hatte schon vor drei Jahren, mit 60, geplant aufhören. Matthias Adl hat mich aber gebeten weiterzumachen.

Warum sind Sie gegangen?
Wegen meiner Familie, nicht wegen des Wahlergebnisses. Ich werde mich intensiver um meine Lieben kümmern – meine Enkerl haben meine Vorzugsstimme. Ich hätte auch bei einem Plus für die VP und mehr Vorzugsstimmen aufgehört. Dass ich so wenige bekommen habe, hat mir schon weh getan, aber so ist die Politik. Ich habe außerdem viele Neider.

Wie fällt Ihre Polit-Bilanz aus?
Die Arbeit hat Spaß gemacht, auch trotz mancher Reibereien im Gemeinderat. Ich habe viel bewegt – darunter neun Jahre Musikalische Innenstadt, sechs Jahre Senioren-Fahrten, die Mitbegründung von Kids & Co. und mehr.