Erstellt am 25. September 2015, 11:56

von Birgit Kindler

Gemeinderat soll Landjugend Pfusch vorgeworfen haben. In ganz Österreich setzen sich Landjugend-Mitglieder im Rahmen des Projektmarathons ein, um ihre Freizeit für gemeinnützige Projekte zu opfern.

Aufgeheizte Stimmung zwischen Thomas Brunner und Wilhelm Schulz-Straznitzky.  |  NOEN, Fotos: privat
So auch die Landjugend Markersdorf-Haindorf, die beim Kindergarten eine Sandkiste neu gestaltete. Nicht ganz so lobenswert fand offenbar geschäftsführender Gemeinderat Wilhelm Schulz-Straznitzky von der Bürgerliste Schulz die Sache, wie Jugendgemeinderat und Landjugend-Mitglied Thomas Brunner berichtet: „Er ist fast explodiert, als er das Lob an uns hörte.“

Laut Brunner habe Schulz-Straznitzky der Landjugend Pfusch vorgeworfen. „Er hat gesagt, dass man dieses Projekt lieber einer lokalen Firma geben hätte sollen und, dass es eine Frechheit ist, dass die Gemeinde so etwas unterstützt. Ich war vollkommen perplex“, so Brunner. Es sei haarsträubend, dass er in seiner Position als geschäftsführender Gemeinderat solche Aussagen tätigen würde.

"Harmlose Bemerkung meinerseits"

„Das ist an Lächerlichkeit nicht zu überbieten“, so darauf Schulz-Straznitzky. Er habe der Landjugend gar nichts vorgeworfen und lediglich in einem persönlichen Gespräch nach dem offiziellen Teil der Gemeinderatssitzung gemeint, dass die Grenzen zum Pfusch bei diesem Projekt verschwimmend seien. „Es war eine harmlose Bemerkung meinerseits und meine eigene persönliche Meinung“, so Schulz-Straznitzky. Es wäre ihm lieber gewesen, die Landjugend hätte ein Sozialprojekt unterstützt und beispielsweise Essen an Bedürftige ausgeteilt und sich nicht für Projekt eingesetzt, dass klar einer Firma zuordenbar gewesen wäre.