Erstellt am 20. November 2015, 05:13

von Mario Kern

Gerald Wirth: „Arbeit mit Chor ist ein großes Privileg!“. Gerald Wirth hat mit den Sängerknaben Weihnachtliches aufgenommen. Im NÖN-Interview spricht er über die Produktion.

Gerald Wirth: »Wir hatten bei den Aufnahmen viel Spaß. Ich hoffe, dass kann man hören.« Foto: privat  |  NOEN, privat/lukasbeck

Die Wiener Sängerknaben haben mit „Frohe Weihnachten“ ein neues Weihnachts-Album herausgebracht. Leiter Gerald Wirth aus Rabenstein stand der NÖN Rede und Antwort.

NÖN: Wie war die Produktion des neuen Albums?
Gerald Wirth: Für uns als Künstler eine Bereicherung. Es war eine recht aufwendige Produktion. Nicht zuletzt, weil so viele Künstler daran beteiligt waren: Alle vier Chöre haben mitgesungen, unterstützt von unserem eigenen Orchester und dem Jazz-Ensemble WienerWunderAllerlei. Mir ist immer sehr wichtig, dass die Kinder entspannt sind, dass sie eine CD-Produktion sehr positiv erleben. Deshalb werden die Stücke auch immer auf alle Chöre aufgeteilt. Jeder Sängerknabe soll erleben, wie Aufnahmen vonstatten geht, was da alles passiert.

„Weihnachtsanthologie, die möglichst umfassend ist“

Wie haben Sie die Zusammenstellung angelegt – vor dem Hintergrund vieler veröffentlichter Weihnachtsalben? Was macht dieses Album zu einem besonderen?
Sie haben Recht, es gibt sehr viele Weihnachtsalben - auch von uns. Die letzten beiden hatten jeweils ein Thema, Maria beziehungsweise die weihnachtlichen Hirten. Dieses ist wieder ein allgemeines Weihnachtsalbum, mit einem sehr breiten Repertoire - sozusagen eine Weihnachtsanthologie, die möglichst umfassend ist. Wir haben klassische Weihnachtslieder aus den Alpen und dem deutschsprachigen Raum mit den schönsten Hits aus den USA kombiniert - also „Es wird scho glei dumpa“ meets „Rudolph, the Red-Nosed Reindeer.“

Sie sind seit 2001 künstlerischer Leiter der Sängerknaben. Wie viel Spaß macht die Leitung dieses weltbekannten Chors?
Großen Spaß! Die Knaben haben viel Energie - und es gilt, diese Energie in Musik umzusetzen. Da es immer wieder neue Kinder sind, gibt es immer wieder Neues zu lernen. Wenn man ihnen etwas mitgeben kann, ist das sehr schön: Das ist ein großes Privileg.

Wird es einen Auftritt in Ihrer Heimatgemeinde geben?
Wir haben immer wieder Auftritte in Rabenstein, was etwas ganz Besonderes ist. Derzeit ist allerdings nichts geplant.